Regisseur Maxim Didenko, aufgewachsen in Sibirien, hat selbst erlebt, wie extreme Kälte das Verhalten von Menschen beeinflussen kann. Zusammen mit seinem Team zeigt er eine Welt über dem Klimakipppunkt – eine Eiswüste, deren Bevölkerung ums nackte Überleben kämpft. Um mit den lebensfeindlichen Bedingungen umzugehen, haben die Bewohner*innen verschiedene Strategien entwickelt: Während die Polarforscher um Vater Frost und die Biologinnen um Mutter Frühling die Kälte mit Hilfe der Wissenschaft überwinden wollen und um die letzten grünen Pflanzen dieser Landschaft ringen, ist die Mehrheit zu archaischen Ritualen zurückgekehrt.
Angeführt vom charismatischen Schamanen Lel, wird alles beschworen, was irgendwie wärmt – ob thermische Energie oder Alkohol. Wer kann, verteidigt seine Interessen mit bewaffneten Sicherheitskräften. Und nicht alle haben dieselben Chancen: Zar Berendey lebt und regiert mit einer kleinen Elite in einem unterirdischen Schutzraum. Für sein Volk an der Oberfläche hingegen wird der ganz private Alltag wichtiger denn je – allen voran die Spielarten der Liebe. Bildstark und immer wieder choreografisch erzählt die Inszenierung von einem Märchen im modernen Gewand einer Science-Fiction-Serie. Rimski-Korsakows Musik entfacht mit betörenden Melodien, eingängigen Chören und reichen Orchesterfarben dazu pure Magie.
Libretto: vom Komponisten, nach Alexander N. Ostrowski
14+
In russischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Musikalische Leitung: Leo McFall
Inszenierung: Maxim Didenko
Bühne und Kostüme: Galya Solodovnikova
Choreografie: Sofia Pintzou, Alexander Fend
Video: Oleg Mikhailov
Licht: Oliver Porst
Chor: Aymeric Catalano
Dramaturgie: Hanna Kneißler
Schneeflöckchen: Josefine Mindus
Mutter Frühling: Camille Sherman
Vater Frost | Bermjata: Young Doo Park
Kupawa: Alyona Rostovskaya
Lel: Fleuranne Brockway
Misgir: Jaeyoung Ha
Zar Berendey: Richard Trey Smagur
Bobyl: Sascha Zarrabi
Bobylicka: Aistė Benkauskaitė
Leshy: Nathan Bryon
1. Ausrufer: Kyoung-Soon Kim
2. Ausrufer: Yoontaek Rhim
Kupawas Mutter: Shirli Polena
Tanz: Saskia Lehm, Valentina Ávila Hurtado
Tanzstatisterie: Frederick Brandes, Duy Sandro Preuß-Feldweg, Huy Duc
Tran, Feras Zarka
Chor und Extrachor des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden
Hessisches Staatsorchester Wiesbaden
Weitere Termine:
30. Januar 2026, 19:30 Uhr
14. Februar 2026, 19.30 Uhr
26. Februar 2026, 19.30 Uhr
22. März 2026, 18.00 Uhr
29. April, 19.30 Uhr


