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"schiwagos odyssee" von konstanze lauterbach nach motiven von boris pasternak, Deutsches Nationaltheater Weimar

11.01.2013

premiere samstag, 19. januar 2013, großes haus. -----

Russland in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts: dazu gehören der Aufstand gegen die Zarenherrschaft, die Revolutionen von 1905 und von 1917, der sich anschließende Bürgerkrieg, der 2. Weltkrieg und die Herrschaft Stalins.

In diesen wirren Zeiten der Entbehrungen und politischen Kehrtwendungen werden die einzelnen Menschen zum Spielball der Geschichte. So geht es auch dem Arzt und Dichter Juri Schiwago, seiner Ehefrau Tonja, seiner Geliebten Lara, deren Kindern und weiteren Familienmitgliedern. Es lässt sich nichts planen, die politischen und gesellschaftlichen Umwälzungen prägen die Schicksale: den unmöglichen Traum ihrer Liebe werden Juri und Lara nicht leben können. Schiwago versucht auch in den grausamsten Verhältnissen seine Integrität zu bewahren, sein Menschsein auch in der Einsamkeit, in der Verfemung und Armut nicht zu verlieren. Er stirbt einen sinnlosen Tod 1929 in einer Moskauer Straßenbahn ganz für sich allein, nicht für eine Idee, eine Partei, ja nicht einmal für eine bessere Zukunft.

Boris Pasternaks großer Roman, auf den sich Konstanze Lauterbach bezieht, durfte erst 1988 in der UdSSR veröffentlicht werden, obwohl er schon seit Ende der 1950er Jahre weltweit ein Erfolg war. Den 1958 ihm verliehenen Nobelpreis konnte Pasternak nicht annehmen, weil er aufgrund der gegen ihn in der Sowjetunion laufenden Hetzkampagne mit einer Ausbürgerung rechnen musste.

Bei der Regisseurin Konstanze Lauterbach, die in der letzten Spielzeit das Antikenprojekt Die Troerinnen nach Euripides und Lanoye herausbrachte, wechseln sich große Gesellschaftstableaus mit intimen Szenen ab und zeigen so den einzelnen Menschen mit seinen Sehnsüchten und Hoffnungen mitten in dem riesigen Umbau des zaristischen Russlands zu einem kommunistischen Staat.

regie konstanze lauterbach

kostüme hannah hamburger

bühne ann heine

dramaturgie bettina schültke

musik achim gieseler

video bahadir hamdemir

mit: caroline dietrich, roswitha marks, rahel weiss, elke wieditz, irina wrona; karl albert, thomas büchel, paul enke, christoph heckel, bastian heidenreich, stefan kaminsky, christian klischat, johannes schmidt, simon zagermann

weitere vorstellungen:

freitag, 01. februar 2013, 19.30 uhr

freitag, 15. februar 2013, 19.30 uhr

sonntag, 03. märz 2013, 19.00 uhr

donnerstag, 14. märz 2013, 19.30 uhr

samstag, 27. april 2013, 19.30 uhr

sonntag, 05. mai 2013, 16.00 uhr

freitag, 17. mai 2013, 19.30 uhr

mittwoch, 26. juni 2013, 19.30 uhr

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Herausgeber des Beitrags: theaterkompass.de

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