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"Schicklgruber" von Jan Veldman / Neville Tranter - Theater in der Josefstadt in Wien

23.09.2025

Berlin, April 1945. Der Krieg ist verloren, das Reich versinkt in Trümmern. Doch tief unter der Erde im Bunker klammern sich Adolf Hitler und seine engsten Vertrauten an ihre letzten Illusionen: Vielleicht könnte eine große Rede noch alles wenden. Oder die Sterne. Oder einfach das richtige Essen. Während draußen die Bomben fallen, planen sie Geburtstagsfeiern und Siege. Doch ein weiterer Gast geht im Bunker ein und aus. Wartet. Der Tod – amüsiert und unaufhaltsam. Selbst das Böse vergisst irgendwann seinen eigenen Namen. Aber der Tod? Der vergisst nie. Und er lässt auch niemanden aus.

© Moritz Schell

Neville Tranter, Pionier des zeitgenössischen Puppentheaters, entreißt der Figur Adolf Hitler nicht nur den selbst gegebenen Namen, sondern auch ihren fast mythischen Status. Der gebürtige Australier, der mit seinem Stuffed Puppet Theatre seit den 1970er-Jahren das Puppenspiel für Erwachsene revolutioniert, ist bekannt für seine bissige Satire und seinen absurd-grotesken Humor. 2003 wurde „Schicklgruber“ als Auftragswerk des Schauspielhauses Wien unter der Direktion von Airan Berg im Rahmen der Wiener Festwochen uraufgeführt und in Folge drei Spielzeiten lang erfolgreich am Schauspielhaus aufgeführt.

Nun übergibt Tranter die Puppen an seinen früheren Schüler und langjährigen Kollegen Nikolaus Habjan sowie an die Schauspielerin Manuela Linshalm. Er selbst bleibt hinter der Bühne, um mit Habjan die Regie dieser neuen Inszenierung zu führen. Gemeinsam entlarven sie mit Schicklgruber ein Regime im Endstadium – eine groteske Farce über Macht, Größenwahn und den unausweichlich letzten Vorhang.

Deutsch von Nikolaus Habjan und Manuela Linshalm
Eine Koproduktion mit dem Deutschen Theater Berlin

Regie
Neville Tranter / Nikolaus Habjan
Puppenbau und Puppenkostüme
Neville Tranter
Bühne
Julius Theodor Semmelmann
Kostüme
Lisa Zingerle
Dramaturgie
Matthias Asboth / Karla Mäder
Licht
Robert Grauel

Mit
Nikolaus Habjan
Manuela Linshalm

Vorstellungen bis 7. Juni 2026
SEPT.
23. GENERALPROBE | 25. PREMIERE | 24. | 30.
OKT.
1. | 2.
JÄN.
9. | 10. | 11. NM
Beginn jeweils 19.30 Uhr

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Herausgeber des Beitrags: theaterkompass.de

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