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"Salome" von Einar Schleef nach Oscar Wilde - Theater Dortmund

Die Premiere findet am 20. September 2026 um 18 Uhr im Studio des Schauspielhaus Dortmund statt.

Mit Salome eröffnet das Schauspiel Dortmund die neue Spielzeit. In ihrer ersten Inszenierung am Haus erzählt Madita Scülfort Oscar Wildes berühmten Stoff in der radikalen Bearbeitung von Einar Schleef neu – als Geschichte über Begehren, Macht und die Sehnsucht, gesehen zu werden.

© Birgit Hupfeld

Jerusalem, eine Nacht im Palast des Herodes Antipas. Während draußen der politische Druck wächst, feiert der Hof gegen den drohenden Zusammenbruch an. Im Mittelpunkt steht Salome. Alle richten ihre Blicke auf sie: Herodes begehrt sie, der gefangene Prophet Johannes weist sie zurück, ihre Mutter Herodias versucht, die Kontrolle zu behalten. Als Salome für Herodes tanzt, setzt sie eine Kette von Ereignissen in Gang, die in einer der berühmtesten Szenen der Theatergeschichte endet.

Doch diese Salome fragt nicht, warum Salome den Kopf des Johannes fordert. Sie fragt, warum niemand sie wirklich sieht.

Erzählt wird die Geschichte aus der Erinnerung ihrer Mutter Herodias. Im verlassenen Palast geht sie die verhängnisvolle Nacht noch einmal durch. Vergangenheit und Gegenwart überlagern sich, Rollen wechseln, Erinnerungen verschieben sich. Nach und nach wird unklar, wer erzählt und wessen Geschichte hier eigentlich erinnert wird.

Mit nur drei Spielenden entstehen die Figuren dieser brüchigen Welt immer wieder neu. Aus dem Mythos um die vermeintliche Verführerin wird eine vielschichtige Auseinandersetzung mit Zuschreibungen, patriarchaler Gewalt und dem Wunsch nach Selbstbestimmung. So erscheint Salome nicht als Femme fatale oder Heilige, sondern als junge Frau, die in einer Welt, in der alle über sie sprechen, um den einen Blick ringt, der sie als Menschen erkennt.

Regie Madita Scülfort 
Ausstattung Slynrya Kongyoo 
Sounddesign Karl Neukauf 
Choreografie Beatrice Masala 
Dramaturgie Jasco Viefhues 
Theatervermittlung Sarah Jasinszczak 
Sprechtraining Sybille Krobs-Rotter 
Licht und Video Markus Fuchs 
Ton Gürkan Erdugan, Robin Lockhart 
Regieassistenz Samuel Abendroth 
Support Ausstattung Constanze Kriester 
Inspizienz Monika Gies-Hasmann 
Soufflage Fiona Holl

Herodias, Salome Sarah Quarshie 
Person, Johannes, Salome Viet Anh Alexander Tran 
Herodes, Narraboth Luis Quintana

Weitere Vorstellungen sind am Samstag, 26. Septemberum 20 Uhr und Sonntag, 27. September um 18 Uhr. 
Weitere Termine folgen. Ort: Studio,
Schauspielhaus Dortmund. Tickets sind im Kundencenter am Platz der Alten Synagoge oder
online unter www.theaterdo.de erhältlich.

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