Nach dem Abitur brechen sie gemeinsam nach Istanbul auf. Samuel hofft, dort seinen unbekannten, eventuell türkischen Vater, zu finden. Janik hofft, dass ihre Freundschaft noch zu retten ist. Für beide wird die Reise zu einer Suche nach Herkunft, Identität und Zugehörigkeit – und zu einer Bewährungsprobe für ihre Freundschaft.
Bei den „Räuberhände“-Vorstellungen spielt das Publikum eine ganz besondere Rolle: Vor jeder Vorstellung wählen die Zuschauer*innen aus, wer an dem Tag welche Rolle spielt - denn die Regisseurin Anne Verena Freybott, Schauspieldramaturgin am Landestheater Coburg, hat mit den beiden Darstellern Jonas Hämmerle und Adriano Henseler jeweils beide Rollen erarbeitet. So wie das Leben unsere Identität jeden Tag aufs Neue formt, bestimmt das Publikum jede Vorstellung über die Rollenzuordnung. Ein spannender formaler Zugriff auf diesen poetischen Stücktext über Freundschaft, Selbstbestimmung und Identität.
Die Inszenierung setzt auf ein offenes, emotionales Bühnenbild von Daniel Tauer, das sich im Verlauf des Abends wandelt. Farben und Räume entwickeln sich mit der Geschichte weiter und spiegeln die Reise der Figuren wider. Rückblenden und Zeitsprünge prägen die Erzählweise, die zwischen Leichtigkeit und melancholischer Intensität wechselt.
„Räuberhände“ ist eine Geschichte über Freundschaft, Aufbruch und die vielen offenen Fragen, die entstehen, wenn man seinen eigenen Weg sucht.
- Anne Verena Freybott (Inszenierung)
- Daniel Tauer (Bühnenbild und Kostüme)
- Anne Verena Freybott (Dramaturgie)
Mit Jonas Hämmerle und Adriano Henseler


