1887 komponierte César Franck die Sinfonische Dichtung Psyché. Die Königstochter Psyche soll wegen eines Orakels mit einem schrecklichen Tier verheiratet werden. Aber der Gott der Liebe selbst, der das Opfer überwachen soll, verliebt sich und lässt sie in einen Palast bringen, wo er sie jede Nacht inkognito besucht. Als Psyche das Gebot bricht, ihn nie ansehen zu dürfen, muss sie viele Gefahren bestehen, ehe sie in den Götterhimmel emporgehoben wird und Amors Frau werden kann.
Dieses Urbild des Märchens von der schönen Frau und dem (vermeintlichen) Ungeheuer war eine der populärsten Erzählungen in der Antike. Emmanuelle Grizot übersetzt César Francks hochromantisch schwelgerische Musik in eine freie, zeitgenössisch anmutende Folge von Szenen. Dabei prägt weniger die ursprüngliche Erzählung als der Gedanke, dass dieses archetypische Liebespaar bis heute fortlebt: in uns.
Daphnis und Chloe, zwei von Hirten aufgezogene Findelkinder, wachsen gemeinsam auf und fühlen sich zueinander hingezogen, ohne ihre Liebe zunächst zu begreifen. Als Chloe von Piraten entführt wird, verzweifelt Daphnis und fleht die Götter um Hilfe an. Der Gott Pan greift ein, rettet Chloe und straft die Entführer.
»Meine Absicht, als ich es schrieb, war, ein großes musikalisches Freskogemälde zu komponieren, weniger auf Archaik bedacht als auf Treue zu dem Griechenland meiner Träume.« So Maurice Ravel zu seinem Stück, das Anna Vita in ihrer neuen Choreografie nah an der Handlung inszeniert.
Werkeinführungen: jeweils 30 Minuten vor Beginn im Foyer
Ballettabend von Emmanuelle Grizot und Anna Vita. Musik von César Franck und Maurice Ravel
(Uraufführung)
Musikalische Leitung Markus L. Frank
Bühne Moritz Nitsche
Lichtdesign Guido Petzold
Kostüme Judith Fischer
Dramaturgie Gregor Schima
"Psyché"
Choreografie Emmanuelle Grizot
Le Sommeil de Psyché, Psyché enlevée par les Zéphyrs, Les Jardins d'Eros Zali Burr, Sabrina Kallan, Cristiana Rauccio, Giulia Riccio, Carlotta Rocchi, Simona Villa, Martin Anderson, Marc Balló, Victor Costa Santos, Marcos Vinicius dos Anjos, Joseph Edy, Kaito Kurokawa
Psyché et Eros: Erstes Duett Sabrina Kallan, Kaito Kurokawa
Psyché et Eros: Zweites Duett Giulia Riccio, Joseph Edy
Psyché et Eros: Drittes Duett Simona Villa, Victor Costa Santos
Psyché et Eros: Viertes Duett Zali Burr, Martin Anderson
Psyché et Eros: Fünftes Duett Carlotta Rocchi, Marc Balló
Psyché et Eros: Sechstes Duett Cristiana Rauccio, Marcos Vinicius dos Anjos
Anhaltische Philharmonie Dessau
“Daphnis und Chloé”
Choreografie Anna Vita
Leitung Opernchor Sebastian Kennerknecht
Chloé Cristiana Rauccio / Simona Villa
Daphnis Victor Costa Santos / Marcos Vinicius dos Anjos
Pan Marc Balló / Joseph Edy
Dorcon Martin Anderson / Lorenzo Fiorito
Lykanion Giulia Riccio / Carlotta Rocchi
Byaxis Marcos Vinicius dos Anjos / Martin Anderson / Kaito Kurokawa
3 Nymphen Sabrina Kallan, Carlotta Rocchi, Zali Burr / Simona Villa, Cristiana Rauccio, Giulia Riccio
4 Hirtenpaare Simona Villa, Carlotta Rocchi, Zali Burr, Sabrina Kallan, Kaito Kurokawa, Joseph Edy, Martin Anderson als Drogon, Marcos Vinicius dos Anjos / Cristiana Rauccio, Giulia Riccio, Victor Costa Santos, Marc Balló, Lorenzo Fiorito
Piraten Simona Villa, Carlotta Rocchi, Zali Burr, Sabrina Kallan, Giulia Riccio, Martin Anderson, Kaito Kurokawa, Joseph Edy / Cristiana Rauccio, Victor Costa Santos, Marc Balló, Lorenzo Fiorito
Opernchor des Anhaltischen Theaters Dessau
Anhaltische Philharmonie Dessau


