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"Mein Hundemund" von Werner Schwab im Volkstheater Wien

Premiere: 25. Jänner 2013, 19.30 Uhr, Schwarzer Salon. -----

Der Hundsmaulsepp, der sich selbst Drecksepp nennt, hasst die Welt genauso wie sich und sein Leben. Und die Welt hasst ihn, dessen ist er sich sicher. Deshalb tut er nichts anderes als schimpfen und saufen.

Und weil er weiter nichts als das tut, steigern sich seine Tiraden in einen alkoholgetränkten, quälenden, monomanischen Weltverachtungsekel. Des Drecksepps saubere Frau hat sich nach hundert Jahren schon fast damit abgefunden – sie stellt ihm das Bett vor die Tür, kommandiert und lamentiert. Der Sohn hingegen hält's nicht mehr aus in dem Saustall – er verachtet den Vater genauso wie dieser ihn, er wäre schon längst weg, wäre sein Auto nicht kaputt. Also bleibt er picken in dem Sumpf und übrig ist nur der Traum von einer Raupe, die den Vater und den ganzen Dreck wegschieben wird. Und so würd's ewig weitergehen, würde der Drecksepp nicht eines Tages beschließen, auf den Hund kommen zu wollen...

Die Sprache zerrt die Personen hinter sich her: wie Blechbüchsen, die man an einem Hundeschwanz angebunden hat. Man kann eben nichts als die Sprache. (Werner Schwab)

Regisseurin Helene Vogel, geb. 1981 in Kasachstan, kam im Grundschulalter als Kind rußlanddeutscher Eltern nach Deutschland, studierte Psychologie an der Freien Universität Berlin und Drehbuch an der Hochschule für Film und Fernsehen Potsdam Babelsberg; anschließend nahm sie ein Regiestudium an der Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch" in Berlin auf, das sie seit 2010 am Max Reinhardt Seminar in Wien weiter führte. Regiearbeiten: Ella von Herbert Achternbusch (eingeladen zum Festival Premiers Actes, Alsace, 2009), Die Marquise von O... von Heinrich v. Kleist (2011, wiederaufgeführt 2012 im Rahmen der Kleist-Ausstellung des Theatermuseums in Wien), Anarchie in Bayern von Rainer Werner Fassbinder (Abschlussinszenierung 2012, eingeladen zum Körber Studio Junge Regie in Hamburg und zum ITs Festival in Amsterdam), Wie es euch gefällt von William Shakespeare (Shakespeare auf der Rosenburg, 2012). Der Dokumentarfilm Anders Dienen (AT) über die Situation russischer Kriegsdienstverweigerer befindet sich in der Fertigstellungsphase.

Regie: Helene Vogel

Ausstattung: Philip Rubner

Mit: Rainer Frieb (Der Hundsmaulsepp), Susa Meyer (Die Frau), Jan Sabo (Der Sohn)

Die nächsten Termine:

28. und 31. Jänner; 9., 25. und 27. Februar; jeweils 19.30 Uhr

Weitere Termine gemäß Spielplan.Kartentelefon: (01) 52 111-400

www.volkstheater.at

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