König Lear schleppt sich dem Tod entgegen. Sein Reich will er unter seinen drei Töchtern aufteilen, wobei jene den größten Teil erhalten soll, die den Vater am meisten liebt. Während Goneril und Regan einander in Liebesschwüren übertrumpfen, kämpft Cordelia, die jüngste, nicht um ihren Anteil. Sie, die den Vater ehrlich liebt, verweigert den Wettstreit und trifft ihn gerade damit schwer.
Lear verstößt seine Lieblingstochter. Ohne Mitgift verheiratet er Cordelia an den König von Frankreich, der wenig später Lears Lande überfallen wird. Kaum ist das Reich geteilt, verbünden sich Goneril und Regan auch schon in offener Verachtung für den greisen Vater. Begleitet nur von seinem Narren, irrt der alte König nachts auf offenem Feld durch Regen und Sturm …
Aribert Reimanns 1978 uraufgeführte Oper Lear verdichtet Shakespeares monumentales Drama in elf – teils simultan erklingenden – Szenen zu einem zeitlosen Meisterwerk von unvergleichlicher stimmlicher und instrumentaler Ausdruckskraft. Barrie Kosky inszeniert den Klassiker des modernen Musiktheaters als Endspiel eines Königs, der weiß, wie wenig Zeit ihm bleibt, und doch die Wahrheit nicht hören will. Der geliebt wird – und doch alleine sterben muss.
Oper in zwei Teilen nach William Shakespeare
eingerichtet von Claus H. Henneberg [1978]
Musikalische Leitung: Nicholas Carter
Inszenierung: Barrie Kosky
Bühnenbild: Rebecca Ringst
Kostüme: Klaus Bruns
Mit: Scott Hendricks (König Lear), Dimitry Ivashchenko (König von Frankreich), Philipp Meierhöfer (Herzog von Albany), Johannes Dunz (Herzog von Cornwall), Günter Papendell (Graf von Gloster), Aryeh Nussbaum Cohen (Edgar), Rosie Aldridge (Goneril), NicoleChevalier (Regan), Penny Sofroniadou (Cordelia), Dagmar Manzel (Narr), u.a.
Weitere Vorstellungen am 18., 20., 22., 24., 26., 29. September sowie 1.Oktober, letzte Vorstellung am 3. Oktober.
Flughafen Tempelhof – Hangar 4, Columbiadamm 10, 12101 Berlin
Karten 16-125€ | Telefon (030) 47 99 74 00 oder online www.komische-oper-berlin.de


