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Nach Joachim Meyerhoffs Roman „Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke“ im Schiller-Theater Rudolstadt

Premiere am 4. April 2026 um 19.30 Uhr im Großen Haus

29.03.2026

Ist die Schauspielerei ein Handwerk oder eine Begabung? Braucht man dafür ein gutes Gedächtnis oder eher eine Portion Verrücktheit? Joachim macht sich über solche Fragen wenig Gedanken, als er sich an einer renommierten Schauspielschule bewirbt.

© Anke Neugebauer

Zu seiner Überraschung besteht er die Aufnahmeprüfung. Aus Geldmangel zieht er bei seinen Großeltern ein. Inge, ehemals Schauspielerin, und Hermann, emeritierter Philosophieprofessor, führen ein gediegenes Leben, in dem Alkohol keine Nebenrolle spielt. Ihr »Lieberling«, so nennen sie ihren Enkel, kann sich den täglichen Trinkgelagen nur selten entziehen. Gelegentlich muss er beim Zubettgehen selbst den Treppenlift des Hauses benutzen. Auf der Schauspielschule erwarten ihn andere Strapazen. Hier wird sein Körper zu unbekannten Verrenkungen verleitet und sein Sprechwerkzeug zu Höchstleistungen angestachelt. Die Ausbildung zum Mimen gipfelt häufig in aberwitzigen Aufgaben: »Sei authentisch, sprich Effi Briest als Nilpferd«, »du musst lernen, mit den Brustwarzen zu lächeln.« Zwischen Ehrgeiz und Unverständnis hin- und hergeworfen, lernt er die Absurditäten des Theater-Alltags auszuhalten. Und gerade die »Lücke«, das Unbestimmte und das Neben-sich-Stehen, birgt eine ungeheure Kraft.

»Ach diese Lücke! Diese entsetzliche Lücke, die ich hier in meinem Busen fühle!« ist einer der großartigsten Seufzer in der deutschen Literatur. Goethes »Werther« stößt ihn aus, ehe er sich die Kugel gibt. Der gefeierte Schauspieler und Regisseur Joachim Meyerhoff benutzt diese Zeile als Titel für sein aberwitziges Buch, das von der Leidenschaft und dem Durchhaltevermögen für einen risikoreichen Beruf voller Überraschungen erzählt.

Für die Bühne bearbeitet von Sören Hornung

Regie: Sören Hornung 
Bühne und Kostüme: Freya Elisabeth Partscht
Dramaturgie: Josephine Tietze

Joachim 1: Aron Torka
Joachim 2: Anne Kies
Joachim 3: Franz Gnauck
Joachim 4: Johannes Geißer
Inge: Franka Anne Kahl
Hermann: Rayk Gaida

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Herausgeber des Beitrags: theaterkompass.de

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