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Jean-Paul Sartres "Die schmutzigen Hände" im Landestheater Neuss

Premiere am 10.04.2010, 20.00 Uhr, Schauspielhaus

Hugo ist 20 und will die Welt verändern. Jetzt. Sofort. Er ist in eine im Untergrund operierende Partei eingetreten und soll mit einem gefährlichen Auftrag seine Tauglichkeit beweisen.

In der Absicht, den Funktionär Hoederer zu ermorden, heuert er als dessen Privatsekretär an. Hoederer, der nicht davor zurückschreckt, sich die Hände im politischen Kampf schmutzig zu machen, wird der Kollaboration verdächtigt. Er hat Verhandlungen mit der Gegenpartei aufgenommen.

Hugo beschleichen Zweifel an seiner eigenen Entschlossenheit, je besser er Hoederer kennen lernt. Er schiebt den Mordauftrag vor sich her. Dabei will er doch seiner Frau Jessica und der radikalen Parteifreundin Olga beweisen, dass er ein echter Revolutionär ist und kein Heißsporn oder intellektueller Schwätzer!

Als der Schuss fällt, ist nicht klar, aus welchen Motiven Hugo gehandelt hat. War es Eifersucht oder ein politisches Attentat? Nach zwei Jahren kommt Hugo aus dem Gefängnis. Der Wind in der Partei hat sich gedreht, und die Strategie ist auf Hoederers Linie eingeschwenkt. Nun stellt sich erst recht die Frage: Ist Hugo noch verwendbar oder muss er ausgeschlossen und liquidiert werden?

Der Schriftsteller und Philosoph Jean-Paul Sartre gilt als der bedeutendste und repräsentativste Intellektuelle des 20. Jahrhunderts. 1929, während des Studiums, begann seine Beziehung mit Simone de Beauvoir. Aus der Kriegsgefangenschaft 1941 zurückgekehrt, schloss er sich dem französischen Widerstand an. Unmittelbar nach Kriegsende bezogen sich die Pariser „Existenzialisten“ auf seine Philosophie. Den Nobelpreis für Literatur lehnte er 1964 ab.

Inszenierung Katka Schroth

Ausstattung Christian Beck

Dramaturgie Barbara Noth

Hoederer Stefan Diekmann

Hugo Henning Strübbe

Olga Linda Riebau

Jessica Emilia Haag

Louis / Karsky Kaspar Küppers

Der Prinz Rainer Scharenberg

Slick / Frantz Matthias Brüggenolte

Georges / Charles Michael Großschädl

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