Im „großen Finale“ am Ende einer Show kommen alle Beteiligten des Abends noch einmal zusammen und verabschieden sich vom Publikum. Der Begriff beinhaltet etwas Festliches und weist gleichzeitig auf das Ende einer gemeinsamen Reise hin, die das Publikum und die Mitwirkenden miteinander erlebten. Doch jedem Ende wohnt auch ein Anfang inne …
Antonio de Rosa und Mattia Russo, die Choreografen des in Madrid ansässigen Tanzkollektivs Kor’sia, beleuchten mit ihrer bereits 2022 in Bremen uraufgeführten Arbeit „ORT“ den Aspekt der Begegnung, während der niederländische Zirkus-Artist und Choreograf Ivar van Woenzel in „s-now-s“ mit dem Mittel der Laufkugel von einer Suche nach Balance erzählt. Zu guter Letzt erfindet Giuseppe Spota in „END?!“, seiner letzten choreografischen Arbeit als Direktor der MiR Dance Company, seine erste Choreografie neu, mit der er sich 2019 in der damaligen Eröffnungsgala in Gelsenkirchen vorstellte, und schließt so sowohl das „gran finale“ als auch den Kreis seines Schaffens am MiR.
Die Ära von Giuseppe Spota als Direktor der MiR Dance Company geht rasant ihrem Ende entgegen und so trägt der letzte Tanzabend im Großen Haus des Musiktheater im Revier den Titel Il gran finale. Drei sehr unterschiedliche Choreografien, in denen die Company noch einmal ihre Vielseitigkeit unter Beweis stellen kann, sind zu erleben. Antonio de Rosa & Mattia Russo, die Choreografen des in Madrid ansässigen Kor’sia-Kollektivs, zeigen in ORT eine Bushaltestelle im Niemandsland. Eigentlich ein Unort, der vom Durchgang geprägt ist. Hier treffen Menschen aufeinander und verbringen eine von Anfang an begrenzte Zeit miteinander oder auch nur nebeneinander, bis es sie weitertreibt. Zwischen Imagination und Realität ist „ORT“ ein Reigen kurzer Augenblicke des Zusammenseins und der Gemeinschaft, wo sonst nur Anonymität herrscht. Erzählt wird dieser in einer Bewegungssprache, die genauso vom zeitgenössischen Tanz wie urbanen Stilen geprägt ist.
Der junge niederländische Artist und Choreograf Ivar van Woenzel, der an der legendären Codarts in Rotterdam Circus Arts studierte, zeigt mit s-now-s ein virtuoses Stück zwischen Tanz und Neuem Zirkus. Van Woenzels bevorzugte Disziplin ist die Laufkugel. Vierzehn schneeweiße Kugeln werden von den Tänzer*innen der MiR Dance Company mit spektakulärer Artistik zum Tanzen gebracht. Am
Samstag, 07. März 2026, 19.00 Uhr, Großes Haus
feiert Il gran finale Premiere am Musiktheater im Revier. Den Abend beschließen wird END?! von Giuseppe Spota. Der Direktor der MIR Dance Company verabschiedet sich von seinem Publikum mit einer Choreografie, die er schon einmal am MiR präsentierte: Im Rahmen der Eröffnungsgala seiner ersten Spielzeit 2019.20 stellte er sich damit in Gelsenkirchen vor. Die Neueinstudierung und Überarbeitung dieser Arbeit wird zur Rückschau auf Giuseppe Spotas künstlerische Entwicklung in den vergangen sieben Jahren mit seiner MiR Dance Company.
Besetzung
Licht Thomas Ratzinger
Ton Dirk Lansing
ORT
Choreografie Antonio de Rosa & Mattia Russo
Bühne Kor‘sia
Kostüme Luca Guarini
Musik von Arca, Sheila Chandra, Aïsha Devi, Rone
Dramaturgie Kor‘sia
Einstudierung Noémi Larcheveque
Mit Ashley Affolter, Marie-Louise Hertog, Marta Llopis,
Alessio Monforte, Douglas Oliveira, Yordi Yasiel Perez Cardozo,
Zsófia Safranka-Peti, Urvil Shah, Inoru Toda
s-now-s
Choreografie Ivar van Woenzel in Zusammenarbeit mit Giuseppe Spota und den Tänzer*innen
Kostüme Giuseppe Spota in Zusammenarbeit mit Julia Tannenberg
Komposition Christof Littmann
Musik von Dick Gaughan, Pascal Schumacher feat. Maxime Delpierre
Dramaturgie Katharina Rückl
Mit Ashley Affolter, Camilla Bizzi, Javier De la Asuncion Soto,
. Marie-Louise Hertog, Marta Llopis, Alessio Monforte,
Pablo Navarro Muñoz, Douglas Oliveira,
Yordi Yasiel Perez Cardozo, Zsófia Safranka-Peti, Urvil Shah,
Inoru Toda
END?!
Choreografie Giuseppe Spota
Kostüme Giuseppe Spota
Musik von Locust, Christof Littmann
Dramaturgie Katharina Rückl
Mit Ashley Affolter, Camilla Bizzi, Javier De la Asuncion Soto,
. Marie-Louise Hertog, Marta Llopis, Alessio Monforte,
Pablo Navarro Muñoz, Douglas Oliveira,
Yordi Yasiel Perez Cardozo, Zsófia Safranka-Peti, Urvil Shah,
Inoru Toda
Termine
Nach der Premiere am 07. März folgen diese Termine:
Sonntag, 15. März 2026, 18.00 Uhr
Freitag, 10. April 2026, 19.30 Uhr
Mittwoch, 03. Juni 2026, 19.30 Uhr
Sonntag, 14. Juni 2026, 18.00 Uhr
Donnerstag, 18. Juni 2026, 19.30 Uhr
Sonntag, 28. Juni 2026, 18.00 Uhr
Nach der Vorstellung am 03. Juni hat das Publikum Gelegenheit beim Format Bargespräche
im Foyer mit den Künstler*innen ins Gespräch zu kommen.


