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„Die Unsichtbaren – mein geheimes Leben als Superheld:in“ von Helmut Köpping und Ensemble, Burghofbühne Dinslaken

Premiere Freitag, 4. September 2026, 20 Uhr, Kathrin-Türks-Halle Dinslaken

Das Schauspiel verbindet dokumentarisches Theater mit fantastischen Elementen und richtet den Blick auf Menschen, deren Arbeit für unsere Gesellschaft unverzichtbar ist – die jedoch häufig kaum wahrgenommen werden.

© Nadja Blank

Im Mittelpunkt stehen Charlotte, Stefan und René. Die Grundschullehrerin, der Pfleger und die Reinigungskraft scheinen zunächst wenig miteinander zu verbinden. Der Theaterabend beginnt wie eine Fernseh-Dokumentation, in der die drei von ihrem Arbeitsalltag erzählen, der sie immer wieder an ihre Grenzen bringt. Doch nach und nach offenbart sich ihre gemeinsame Geschichte: Sie alle verfügen über außergewöhnliche Kräfte. Die Unsichtbaren treten ins Licht – und mit ihnen ihre Superkräfte.

Die Inszenierung schlägt eine Brücke zwischen dokumentarischer Realität und populären Erzählformen über Superheld:innen. Grundlage der Stückentwicklung sind Interviews mit Menschen aus den dargestellten Berufsfeldern sowie weitere dokumentarische Quellen. Diese authentischen Stimmen verschmelzen mit fantastischen Erzählweisen, bekannt aus Comics, Kinofilmen, alten Mythen, und eröffnen einen neuen Blick auf den Alltag von Lehrer:innen, Pfleger:innen und Reinigungskräften. So entsteht ein berührender Abend, der theatral aus dem Vollen schöpft, über Mut, Widerstandskraft, gesellschaftliche Anerkennung und die Frage, wer die wahren Held:innen unseres Alltags sind.

„Wir haben Menschen getroffen, die in diesen Arbeitsbereichen tätig sind, um so an Texte zu kommen, die authentisch wirken. Und mit diesem Material sind wir dann im nächsten Schritt schauspielerisch umgegangen. Die Schauspieler:innen haben sich Figuren zurecht gelegt und dann mit dem dokumentarischen Material in Berührung gebracht“, beschreibt Regisseur Helmut Köpping das konkrete Vorgehen bei der Stückentwicklung. „Es ist unser Ziel, dass die Inszenierung eine Leichtigkeit bewahrt. Die drei Figuren sind einerseits normale Menschen, andererseits haben sie besondere Kräfte, aber sie sind in jedem Fall bodenständig und auch durchaus humorvoll. Es war uns wichtig, nicht hauptsächlich Betroffenheit und Opfergeschichten darzustellen. Es gibt zwar eine Schwere in diesen Themen, aber die Überforderungssituationen, von denen wir erzählen, sind einerseits etwas, das jede:r auf die eine oder andere Weise kennt und zum anderen treiben sie ihre ganz eigenen komischen Auswüchse hervor.“

Die drei Figuren begegnen sich in einer Art Lager, ein leicht chaotischer, eher unwirtlicher Ort. Britta Lammers hat mit ihrem Bühnenbild einen bewusst interpretationsoffenen Raum gestaltet, der gleichermaßen in der Lage ist, die Zumutungen der Alltagswelten als auch einen Absprungort für superheld:innenhafte Exkurse zu repräsentieren.

Ein zentrales ästhetisches Element der Inszenierung bildet die choreografische Arbeit von Jelena Ivanovic. Ausgehend von alltäglichen Bewegungen hat sie, zusammen mit dem Ensemble, eine Reihe von tänzerischen Momenten in das Spiel eingefügt. Diese Szenen bilden einen poetischen Kontrapunkt zum konkreten Gehalt der alltagsnahen Figurenrede und verhandeln Themen wie Souveränität, Überforderung und Erschöpfung auf einer zweiten viel sinnlicheren Ebene.

Inszenierung Helmut Köpping // Bühne und Kostüme Britta Lammers // Bewegung/Choreografie
Jelena Ivanovic // Musik Jan Exner // Dramaturgie Nadja Blank // Regieassistenz Julia Kempf

Charlotte, Lehrerin und Superheldin Anna Marzinzik // Stefan, Pfleger und Superheld Arno Kempf
// René, Reinigungskraft und Superheld Markus Penne

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