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"die  unnützen mäuler" (les bouches inutiles) von Simone de Beauvoir - theater für niedersachsen Hildesheim

Premiere Samstag, 7. März 2026,, 19 Uhr

Was wäre, wenn die Oberen einer in Kriegszeiten belagerten Stadt beschließen würden, alle »unnützen Mäuler« zu opfern, weil nur so die Stadt gerettet werden könnte? Und mit »unnützen Mäulern« wären alle Frauen, Kinder und alten Menschen gemeint!

© Tim Müller

Basierend auf dieser unfassbaren Ausgangssituation, die beim heutigen Weltgeschehen leider gar nicht mal abwegig erscheint, schrieb Simone de Beauvoir ihr erstes und einziges Theaterstück. Über die dem Stück zugrundeliegende Idee äußerte sie sich selbst: »Rechtfertigt der Zweck in jedem Falle die Mittel? Darf man, um einen begonnenen Kampf zum Siege zu führen, die Beweggründe opfern, welche erst diesem Kampf seinen Sinn geben?« Wäre ein um diesen schlimmen Preis erkaufter Sieg nicht die größte aller Niederlagen, denn »in einer wahren Gemeinschaft gibt es keine unnützen Esser«? Andererseits gilt: »Der Zweck heiligt die Mittel« ...

die unnützen mäuler, uraufgeführt 1945 in Paris, ist ein beeindruckendes Werk zum großen Themenkomplex der sozialen Verantwortung und gesellschaftlichen Solidarität – geschrieben von einer Ausnahmeliteratin, die ihrer Zeit weit voraus war. Freuen Sie sich auf einen spannenden und bewegenden Theaterabend, der sicher niemanden kalt lässt!

Deutsch von Armand Roggenhofer und Hannes Razum

Inszenierung _ Elena Hoof 
Bühne + Kostüme _ Patrizia Bitterich 
Musik _ Paolo Artisi * 
Video / Dokumentation _ Kolja Hoof *

Louis d'Avesnes _ Martin Schwartengräber 
Jacques van der Welde _ Manuel Klein 
Francois Rosbourg _ Gotthard Hauschild 
Jean-Pierre Gauthier _ Paul Hofmann 
Georges d'Avesnes _ Daniele Veterale 
Cathérine, Louis' Frau _ Linda Riebau / Dafne Maria Fiedler * 
Clarice, ihre Tochter _ Camila Cordero 
Jeanne _ Lene Jäger 
Frau aus dem Volk, u. a. _ Hannah Röth * Frix Mertin * 
* Gast / Gästin

Weitere Vorstellungen in Hildesheim folgen unter anderem am Mittwoch, 25. März, Dienstag, 21. April und Samstag, 2. Mai, je um 19.30 Uhr. Die Inszenierung wird auch in Garbsen, Langenhagen, Neumünster, Nienburg und Cuxhaven gezeigt.

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