Ihr ehemaliger Leibeigener Lopachin, der mittlerweile zu Vermögen gekommen ist, hat einen radikalen Vorschlag, wie das Gut noch zu retten ist. Er möchte den alten, nutzlos gewordenen Kirschgarten abholzen und auf dem Grundstück Parzellen mit Datschen für Sommergäste aus der Stadt errichten lassen. Ranewskaja kann sich jedoch nicht zu diesem Schritt entschließen. Sie hält an der Vergangenheit fest und sehnt sich in ihre unbeschwerte Kindheit auf dem Gut zurück. Am Ende schafft Lopachin Fakten und ersteigert das Gut. Unter dem Geräusch einer Axt, die bereits beginnt, den Kirschgarten abzuholzen, verlassen die ehemaligen Besitzer das Anwesen.
Anton Tschechows große tragische Gesellschaftskomödie, die ein Jahr vor seinem Tod 1904 entstand, zeigt eine Gesellschaft der Zeitenwende. Ranewskaja gehört einer Epoche an, die vorüber ist. Lopachin dagegen repräsentiert die moderne, neue Zeit. Müßige Schönheit, symbolisiert durch den Kirschgarten, hat in dieser Moderne keinen Platz mehr, sondern ist einem auf Gewinn ausgerichteten, pragmatischen Zweckdenken gewichen.
Was bleibt, wenn scheinbar alles neu wird?
in der Übersetzung von Elina Finkel
Inszenierung Robert Teufel
Bühne und Kostüme Katharina Grof
Lichtdesign Guido Petzold
Dramaturgie Erik Körner
Anja Sophia van den Berg
Ranewskaja Claudia Lietz
Warja Anja Andersen Rüegg
Gajew Michael Rothmann
Lopachin Jan-Eric Meier
Trofimow Christian Clauß
Jepichodow Robert Zimmermann
Dunjascha Jana Tali Auburger
Firs Klaus Cofalka-Adami
Jascha Edgar Sproß
Fr, 10.4.2026 - 19.30 Uhr (-21.50 UHR)
Großes Haus
So, 26.4.2026 - 16 Uhr (-18.20 UHR)
Großes Haus
Sa, 2.5.2026 - 17 Uhr (-19.20 UHR)
Großes Haus


