Kaiser Overall von Atlantis sitzt isoliert in seinem Palast und ruft zum „Krieg aller gegen alle“ auf. Als einzige Verbindung zur Außenwelt dienent ihm ein Trommler und ein Lautsprecher, der die seine Befehle verkündent. Doch einer widersetzt sich und quittiert den Dienst: Es ist der Tod. Plötzlich kann niemand mehr sterben und der Kaiser droht an Macht zu verlieren. Nur wenn er selbst zu sterben bereit wäre, würde der Tod seine Arbeit wieder aufnehmen.
Im „Vorzeigelager“ Theresienstadt war ein gewisses Maß an kulturellem Leben erlaubt, sodass Ullmann und sein Mithäftling Peter Kien den Kaiser von Atlantis niederschreiben und im Lager einstudieren konnten, bevor sie kurz darauf in Auschwitz-Birkenau ermordet wurden.
In seiner Partitur vereint Ullmann klassische und populäre Stile zu einer faszinierenden Klangsprache, die an Kurt Weills Kabarettmusik oder den frühen Arnold Schönberg erinnert. 1975 wurde die Oper schließlich uraufgeführt und bleibt bis heute eines der wichtigsten Werke gegen Populismus und Tyrannei.
Musikalische Leitung: Paul-Johannes Kirschner / Andri Joël Harison (24.4., 11.5.)
Inszenierung: Ana Cuéllar Velasco
Bühne: Hella Prokoph
Kostüme: Elionor Sintes
Video: Judith Selenko
Licht: Karin Gebert
Dramaturgie: Elena Garcia Fernandez
Kaiser Overall: Brett Carter
Der Tod: Derrick Ballard
Harlekin: Collin André Schöning
Der Lautsprecher: Daniel Semsichko
Der Trommler: Karina Repova
Ein Soldat: Yoonki Baek
Bubikopf, ein Soldat: Jeeho Anja Park
Philharmonisches Staatsorchester Mainz
TERMINE
22.02.2026 → Premiere, 27.02.2026, 02.03.2026, 08.03.2026, 03.04.2026, 24.04.2026, 11.05.2026, 05.06.2026, 20.06.2026


