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"Ab heute heißt du Sara" nach Inge Deutschkrons Biographie "Ich trug den gelben Stern" im GRIPS Theater Berlin

Wieder ab 7.11.2025 im Repertoire! am Freitag, 7.11, 18 Uhr, GRIPS Hansaplatz

06.11.2025

„33 Bilder aus dem Leben einer Berlinerin“. Inge wächst in einem sozialdemokratischen Haus auf. 1933 eröffnet die Mutter der 10-jährigen, dass sie „Jüdin“ ist. Nur langsam begreift Inge, was das für sie bedeuten wird. „Ab heute heißt Du Sara“ sagt ein Polizeibeamter 1938 zu der 16-jährigen Inge und stempelt ein J in ihrem Ausweis – J wie Jude. Von nun an ändert sich alles im Leben der selbstbewussten Berlinerin. Inge und ihre Mutter bleiben in Berlin – wie alle Juden der Ächtung und Verfolgung durch die Nazis ausgeliefert. Otto Weidt, der Besitzer einer Blindenwerkstatt, stellt Inge, allen Gesetzen zum Trotz, in seinem Büro ein. Doch nach dem Beginn der Deportationen 1941 sehen sich Inge und ihre Mutter gezwungen, unterzutauchen.

© Grips Theater Berlin

Das Stück nach dem autobiografischen Buch „Ich trug den gelben Stern“ von Inge Deutschkron erzählt in 33 Bildern, Liedern und Musikszenen von der Angst der Verfolgten, von den Menschen, die Inge und ihrer Mutter geholfen haben und für sie „Stille Helden“ wurden, von einer verlorenen Kindheit und nicht zuletzt vom kämpferischen Mut eines jungen Mädchens, das nicht aufgibt.

Von Volker Ludwig und Detlef Michel nach der Autobiografie "Ich trug den gelben Stern" von Inge Deutschkron
Inhaltshinweis: Krieg, Antisemitismus 
Audio-Stückeinführung für sehbeeinträchtigte Menschen

    Regie: Uwe Jens Jensen
    Regie Neubesetzung: Michaela Hanser
    Bühne Rekonstruktion: Jan A. Schroeder
    Bühne: Mathias Fischer-Dieskau
    Kostüme: Yoshio Yabara
    Choreographie: Neva Howard
    Musikalische Leitung: Matthias Witting
    Musik: Hansgeorg Koch
   
 Inge Deutschkron: Lisa Klabunde
    Ella Deutschkron, Inges Mutter: Regine Seidler
    Martin Deutschkron, Eschhaus, Basch, u.a.: Christian Giese
    Lisa Holländer, Frau Hohenstein: Hanna Petkoff
    Klara, Ali, Grete Sommer, Beamtin, u.a.: Ariane Fischer
    Lotte, Lily Blumentahl, Käte Schwarz. u.a.: Julia Blankenburg
    1. Polizeibeamter, Otto Weidt, u.a.: Dietrich Lehmann
    2.Hitlerjunge, 1. Gestapo-Mann, Russki, Hefter. u.a.: Jens Mondalski
    1. Hitlerjunge, 2. Polizeibeamter, Kurt, Hans Freudenthal, u.a.: Nils Thalmann
    2. Gestapo-Mann, Max Blumenthal, Blinder, Kremp, Walter Rieck, u.a.: Marcel Herrnsdorf
    Frau Gumz, Frau Garn, Frau Lehmann u.a.: Michaela Hanser
    Fotograf, Dr. Hoffmann, Wachtmeister Lemke, Kriminalobersekretär Prüfer, Dr. Ostrowski, u.a.: René Schubert
    Keyboards: Matthias Witting
    Trompete, Keyboards: David »Skip« Reinhart
    Percussion, Keyboards: Martin Fonfara
    Soundprogrammierung: Robert Neumann
    Dramaturgie: Tobias Diekmann
    Theaterpädagogik: Oana Cîrpanu
    Regieassistenz: Erik Veenstra
    Regieassistenz: Nike Fuchs

15+
Sa | 08. Nov – 18.00 Uhr
GRIPS Hansaplatz
Ab heute heißt du Sara
„33 Bilder aus dem Leben einer Berlinerin“
Mo | 10. Nov – 11.00 Uhr
GRIPS Hansaplatz
Ab heute heißt du Sara
„33 Bilder aus dem Leben einer Berlinerin“
Di | 11. Nov – 11.00 Uhr
GRIPS Hansaplatz
Ab heute heißt du Sara
„33 Bilder aus dem Leben einer Berlinerin“

Zu dieser Inszenierung gibt es einen Spezialworkshop: Das Planspiel.
Die Dauerausstellung des Otto Weidt Museums erzählt die Geschichte der Blindenwerkstatt Otto Weidt am historischen Ort: Im Hinterhof der Rosenthaler Straße 39 beschäftigte der Kleinfabrikant Otto Weidt in seiner Bürstenwerkstatt während des Zweiten Weltkriegs hauptsächlich blinde, seh- und hörbehinderte Jüdinnen und Juden. Otto Weidt bemühte sich mit der Hilfe eines Kreises von Unterstützer*innen, seine jüdischen Arbeiter*innen vor Verfolgung und Deportation zu schützen.
Seit dem 3. Mai 2023 ist die neue Dauerausstellung des Museums eröffnet. Sie widmet sich erstmalig in einem eigenen Ausstellungsbereich dem Leben und Wirken von Inge Deutschkron über die Zeit des Nationalsozialismus hinaus. 

Die Bildungsangebote des Museums Blindenwerkstatt Otto Weidt richten sich an Kinder und Jugendliche ab der 4. Schulklasse, an Studierende sowie an Lehrkräfte und andere Erwachsenengruppen. Neben Führungen durch die Dauerausstellung werden mehrstündige Workshops angeboten. 

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Herausgeber des Beitrags: theaterkompass.de

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