Der Eröffnungsabend am 30. Mai beginnt mit Musik von Annemary, Preisträgerin des Treffen junge Musikszene 2025. Weitere Gäste sind Dr. Markus Braig, Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Matthias Pees, Intendant der Berliner Festspiele, und Susanne Chrudina, Leiterin der Treffen junge Szene. Die Moderation übernehmen Estera Sara Stan und Lene Wollwerth. Anschließend folgt der Auftakt des Bühnenprogramms mit der Inszenierung ALICE im Wunderl@nd. Die Schüler*innen der IGS Göttingen-Geismar zeigen das Wunderland musikalisch untermalt von der Band BanJo als digitales Rabbit Hole und thematisieren Einflüsse von Social-Media-Plattformen auf die Identitätsentwicklung junger Menschen und die Angreifbarkeit von demokratischen Wertevorstellungen.
Am 31. Mai blickt die Theatergruppe des Piccolo Jugendclubs aus Cottbus kritisch auf Erinnerungskultur. Das Stück ANNE ist ein dokumentarischer Theaterabend nach dem Tagebuch von Anne Frank, die in Amsterdam mit ihrer Familie untertauchte und 1945 von den Nazis im KZ Bergen-Belsen ermordet wurde. Im Zentrum stellt das Ensemble die Frage, wie Rituale der Erinnerung durchbrochen werden können, um zu einer tatsächlichen Erinnerung als Arbeit an der Gegenwart zu gelangen.
Der DS-Kurs des Berliner Carl-Friedrich-von-Siemens-Gymnasiums zeigt am 1. Juni Mission (im)possible – in the end lies the beginning und kommentiert die konstant krisengeprägte Weltlage, der auch junge Menschen ausgesetzt sind. Auf der Suche nach einem Umgang mit Katastrophen zerlegen die Schüler*innen das Konzept von Held*innenschaft in einer performativen Versuchsanordnung. Sie zeigen ihre Schwächen, Alltagskämpfe, Widersprüche – und dass sie vor allem eins brauchen: einander.
Musikalisch wird es am 2. Juni mit Zum Lachen in den Keller. Das Ensemble des Stuttgarter LABYRINTH Theaters fragt, was es heißt, erwachsen zu werden und wie Flucht- oder Migrationserfahrung diesen Prozess prägen. Die Jugendlichen finden in Musik, Tanz, Theater und Figurenspiel Ausdruck für ihre Themen – eine bewegende Reise in die verborgenen Räume der inneren Welten.
Um große Fragen geht es auch der Theatergruppe junges RZt des Berliner RambaZamba Theaters. Am 3. Juni präsentieren sie das Stück FRISCH gefragt!, das vom berühmten Fragebogen von Max Frisch ausgehend eigene Fragestellungen über Glück, Träume, Zweifel und Widersprüche entwickelt. Auf der Bühne entsteht eine Collage aus Text, Bewegung sowie Video, Sound und Visuals – und aus großen Fragen, die bewusst offen bleiben.
Am 4. Juni folgt die Inszenierung TRAUER//FALL von der Gruppe POLYLUX, Schauspiel Köln. Die Schauspieler*innen beschäftigt der gesellschaftliche Umgang mit persönlicher und politischer Trauer und die Frage nach der Herkunft von Tätern oder Opfern. Zwischen der eigenen Körperlichkeit, Traurigkeit und Trost, Wut und Akzeptanz, sucht POLYLUX nach einem kollektiven Weg, Trauer zu begegnen: „Sag mal, Deutschland, warum weinst du nicht?“
Das deutsch-griechische Künstler*innenkollektiv waltraud900, Forum Freies Theater Düsseldorf, begegnet am 5. Juni mit APOLLON – STOP TRYNA BE GOD der Männlichkeit. Männlich gelesene Tanzende zwischen 15 und 20 Jahren mit unterschiedlichen kulturellen Perspektiven erforschen die Mechanismen von Männlichkeit. Gemeinsam rechnen sie mit Zeus ab, zerlegen männliche Rollenbilder und setzen sie neu zusammen. Auf diesen mythologischen Abschluss folgt die große Abschlussparty für alle Teilnehmenden und Gäste. |