Da wiederholen die Körper Abläufe, bis sie durchdrehen, wie die schwindelfreien Derwische. Da drehen sich Sätze im Kreis und klingen wie Musik. Da verschwindet der Sinn, taucht im nächsten Moment ganz neu wieder auf und lässt einen überrascht losprusten. Manchmal muss einem vielleicht erst schwindelig werden, für festen Boden unter den Füßen, und manchmal, da entdeckt man im Schwindel eine neue Wahrheit.
Wenn dieses Heft gedruckt wird, dann weiß noch niemand, was später auf der Bühne passiert. (Ein Themenabend über Schwindel wird es aber nicht.) Der Titel ist bei Herbert Fritsch ein Impuls. Ein Impuls, auf die Bühne zu gehen und zu handeln und zu sprechen. Denn immerhin ist das Schwindeln im Theater sowas wie unser Berufsbild. Entscheidend aber ist die Lust. Entscheidend ist die Freude. Denn: „It don’t mean a thing, if it ain’t got that swing.“
Regie
Herbert Fritsch war lange Schauspieler, bevor er die Seiten wechselte und als Regisseur seine unnachahmliche Art von Theater entwickelte. Seitdem hat er im ganzen deutschsprachigen Raum inszeniert: Eigene Kreationen, Opern, klassische Dramen und auch mal einen Text, der nur aus einem einzigen, sich wiederholenden Wort besteht. Parallel arbeitet Herbert Fritsch als Medienkünstler im Bereich Foto- und Videotechnik und zeigte Ausstellungen in Deutschland und der Schweiz. Mit seinen stilprägenden Theaterarbeiten war er bereits sieben Mal zum Berliner Theatertreffen eingeladen und wurde für seine Verdienste um das deutschsprachige Theater mit dem Theaterpreis Berlin ausgezeichnet.
- Inszenierung, Bühne und Kostüm Herbert Fritsch
- Musik Charlie Casanova
- Licht Hendrik Möschler
- Dramaturgie Fabian Schmidtlein
- Mitarbeit Bühne Olga Steiner
- Mit Anna Blomeier,
- Charlie Casanova,
- Abel Haffner,
- Anne Kulbatzki,
- Max Landgrebe,
- Nils Rovira-Muñoz,
- Oana Solomon,
- Anne Stein,
- Johanna Wieking


