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Uraufführung: „¿Qué pasa en la mancha?“, frei nach „Don Quijote“ von Miguel de Cervantes, im Schauspiel Köln

Premiere Samstag, 9.5.26, 20.00 Uhr, Depot 2

Letztes Jahr waren sie noch in Lübeck auf den Spuren Thomas Manns. Großartig war das! Oder vor drei Jahren, da haben sie die große „Bertolttour“ gemacht, von Augsburg über Svendborg nach Ost-Berlin, auf den Spuren Brechts. So vielseitig war das! Jetzt soll aber mal das Wetter mitspielen, deshalb findet sich hier ein kunterbunter Haufen von Kulturafficionados in Spanien wieder, genauer gesagt in La Mancha.

© Brgit Hupfeld

Ein flaches Plateau. Unendlich. Keine Berge. Keine Täler. Ein paar Windmühlen, ansonsten nada. Beinahe zu viel Nichts, als dass man es ertragen könnte. Hier haben sie die „San Miguel Tour“ gebucht, eine immersive Rundreise auf den Spuren des Ritters von der traurigen Gestalt. Schnell finden sie ihn, den einzig wahren Hidalgo, ihren Helden Don Quijote. Zwar sind die vielen Abenteuer nicht spurlos am etwas in die Jahre gekommenen Edelmann vorübergegangen, doch weiterhin tut er sein Bestes, um die Literaturreisenden nach bestem Wissen und Gewissen zu unterhalten. Gemeinsam mit seinem Agenten hat er ein mannigfaltiges Programm zusammengestellt, um den fantastischen Kosmos des Cervantes erfahrbar zu machen. 

Doch eine harmlose Filmvorführung bringt die âventiure der Reisegruppe in Gefahr. Denn plötzlich sprengt ein junger Ritter die Ketten der Leinwand, tritt aus seinem Film heraus und gibt sich als agiler Don Quijote aus. Spätestens jetzt sind die Dimensionen in Frage gestellt: Welches ist die wahre Welt und wer spielt hier eigentlich für wen? 

Bastian Reiber reitet gemeinsam mit dem Ensemble hinaus in die existenziellen Weiten des berühmtesten Romans der Moderne. Ihre Antwort auf den horror del vacío, die Angst vor der Leere, ist der karthatische Drang etwas zu erschaffen. Und wenn es ein Lachen ist, dann ist damit schon viel getan.

  • Regie Bastian Reiber
  • Bühne Marina Stefan
  • Kostüm Anna Klaine
  • Komposition und Live-Musik Ingo Günther
  • Lightdesign Juergen Kapitein
  • Dramaturgie Lennart Göbel
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  • Mit Andreas Beck, Sebastian Grünewald, Bastian Reiber, Julia Schubert und Paula Carbonell Spörk
  • Musik Ingo Günther

Die nächsten Vorstellungen finden am 13. und 27. Mai 2026 statt. 

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