
Sie ist der Hauptgrund für die Massenflucht nach Europa. Doch Fluchtversuche enden oft in Gefangenenlagern, Familien werden gezielt auseinandergerissen. Nach den Ausschreitungen wurden Rufe laut, die Beteiligten trotz der eindeutig bedrohlichen Lage nach Eritrea abzuschieben.
Wie nun soll man vor diesem Hintergrund eine neue Heimat suchen und finden, wenn einen die geisterhaften Verwerfungen der alten immer wieder heimsuchen? Und wieso bleibt in einem Europa, das selbst unter anderem mit der DDR und dem Zerfall Jugoslawiens bereits eine ähnliche Geschichte erlebt hat, der kalte Blick bestehen? Echos aus Eritrea beleuchtet das Spannungsfeld zwischen Heimat und Diaspora und zeigt Momente, in denen Identität die eigene Freiheit bedroht.
Nina Mattenklotz wurde 1980 in Nordrhein-Westfalen, Gütersloh, geboren. Nach dem Bachelorstudium der Medienkultur, Neuere deutsche Literatur und Psychologie an der Universität Hamburg von 2000 bis 2004, studierte sie bis 2008 Regie an der Theaterakademie Hamburg. Seitdem inszenierte sie u.a. am Schauspielhaus Wien, Schauspiel Stuttgart, Nationaltheater Weimar, Kampnagel Hamburg, Theater Bremen, Luzerner Theater und Theater St.Gallen. Seit 2012 verbindet sie eine enge Zusammenarbeit mit der freien Hamburger Gruppe Theater Triebwerk.
Nina Mattenklotz Arbeit kreist um die Infragestellung sozialer Klassen, geschlechtsspezifischer Herrschaftsverhältnisse und deren Darstellung in Familie, Liebe und Arbeit. Ihr Hauptaugenmerk liegt darauf, Charaktere, Figuren und Handlungen nicht zu bewerten, sondern zu verstehen. Theater zu machen heißt für sie im Team zu arbeiten vom Probenbeginn bis zur Premiere.
„Echos aus Eritrea“ ist ihre erste Arbeit am Staatstheater Kassel.
Rechercheprojekt zu alter und neuer Heimat
Rechercheprojekt zu alter und neuer Heimat
Inszenierung:
Bühne und Kostüme:
Musik :
Licht:
Dramaturgie:
Produktionsleitung: