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STOLZ UND VORURTEIL* (*oder so) Schauspiel von Isobel McArthur (*1986) nach Jane Austen - Open Air Theater Plauen-Zwickau

Premiere Fr 14. August 2026 19:30 Uhr im Theaterhof Plauen

Meryton – ein kleines verschlafenes Örtchen zwischen London und Cambridge. Mrs. Bennet möchte ihre fünf Töchter möglichst schnell unter die Haube bringen. Da trifft es sich gut, dass die schöne Jane, Mrs. Bennets älteste Tochter, von dem jungen Charles Bingley angetan ist, der das Gut in der Nachbarschaft gepachtet hat. Doch Bingleys Freund Darcy ist mit der Wahl seines Freundes nicht einverstanden. Wie kann eine Frau des ländlichen Kleinadels in eine Familie des reichen Hochadels einheiraten? Auf dem Merytoner Stadtball verursacht er einen Eklat. Er beleidigt Janes Schwester Elizabeth in aller Öffentlichkeit…

© André Leischner


 
McArthur hat historische Gesellschaftskonventionen mit modernen, „romantischen“ Erwartungshaltungen verbunden. Entstanden ist eine turbulente Komödie mit schnellen Kostümwechseln, in der alle 17 Rollen von nur fünf Darstellerinnen gespielt werden. Darüber hinaus gibt es eine Besonderheit: Immer wenn die Bennet-Schwestern emotional werden, flüchten sie sich in Popballaden der 60er und 80er Jahre sowie der 10er Jahre des neuen Jahrtausends.

Lydia, Kitty, Mary, Elizabeth und Jane – das sind die fünf Bennet-Schwestern. In Jane Austens berühmtem Roman „Stolz und Vorurteil“ aus dem Jahr 1813 sind sie die Hauptfiguren. Aber wer sind Anne, Tillie, Clara, Flo und Effie? Von ihnen hört man oft nichts. In Liebesgeschichten aus dem 19. Jahrhundert vergisst man die vielen Dienstmädchen.

Dabei braucht man saubere Bettwäsche für eine stürmische Romanze. In Isobel McArthurs Bühnenfassung des Romans erzählen deshalb die Dienstmädchen die Geschichte der Bennet-Schwestern. Ort ist Meryton, ein kleines Dorf zwischen London und Cambridge. Mrs. Bennet will, dass ihre fünf Töchter schnell verheiratet werden. Ihnen geht es vor allem um finanzielle Absicherung: In dieser Zeit konnten Frauen kein Geld oder Land erben. Sie mussten einen Mann finden, der ihr Elternhaus nach dem Tod des Vaters verwaltet.

Jane, die älteste Tochter, gefällt der junge Charles Bingley. Er hat das Gut in der Nachbarschaft gepachtet. Doch Bingleys Freund Darcy ist mit dieser Wahl nicht einverstanden. Wie soll eine Frau aus dem kleinen Landadel in eine reiche Hochadelsfamilie heiraten?

Beim Stadtball in Meryton sorgt Darcy für Aufsehen. Er beleidigt Janes Schwester Elizabeth öffentlich.

Isobel McArthur, britische Autorin und Schauspielerin, nutzt hier eine besondere Idee: Alle Rollen – von den Bennet-Schwestern bis zu den männlichen Heiratskandidaten – werden von denselben fünf Dienstmädchen gespielt. So entsteht eine lustige, schnelle Komödie mit vielen Kleidungwechseln und kurzen Songs. Dabei wird die Stellung von Frauen in der Regency-Zeit kritisch hinterfragt.

Deutsch von Silke Pfeiffer

Regie  Tamó Gvenetadze 
Ausstattung  Annabel von Berlichingen 
Musikalische Einstudierung Sebastian Undisz 
Dramaturgie  Luise Curtius 
Regieassistenz  Mikko Will 
SoufflageMariia Chechel  /  Mikko Will      
Inspizienz  Mariia Chechel 

Flo / Mrs Bennet / Fitzwilliam Darcy   Claudia Lüftenegger 
Tillie / Charlotte Lucas / Charles Bingley / Miss Bingley   Andrea Klem
Effie / Elisabeth Bennet   Sophie Hess
Clara / Jane Bennet / George Wickham / Lady de Bourgh   Kristin Heil 
Anne / Mary Bennet / Lydia Bennet / Mr. Collins    Ute Menzel 

Deutsch von Silke Pfeifferorstellungen bis zhum 6. September

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