Als der Graf Monterone den Herzog, der seine Tochter verführt hat, und dessen Helfershelfer Rigoletto verflucht, trifft das den Hofnarren unerwartet heftig – auch er ist Vater, und seine Tochter Gilda hält er sorgsam vor aller Welt und vor allem vor dem Hof versteckt. Nur für den Kirchgang darf sie das Haus verlassen. Doch just in der Kirche lernt Gilda einen armen Studenten kennen, der kein anderer als der verkleidete Herzog ist. Das Verhängnis nimmt seinen Lauf. Rigolettos ganze Welt bricht zusammen, und er gibt einen Mord in Auftrag …
»La donna è mobile«, die Arie des herzoglichen Tenors, kennt auch, wer noch nie eine Oper gesehen hat. Aber das ist bei weitem nicht die einzige zündende, Situationen und Charaktere schlüssig beleuchtende Melodie in rigoletto. Mit diesem Höhepunkt seines Schaffens geht Verdi zudem neue Wege – ein ungewöhnlich breites Spektrum an Leidenschaften packt er in eine kompakte musikalische Form, in der lyrische Momente nie ganz darüber hinwegtäuschen können, dass die Geschichte auf ein tragisches Ende zusteuert. Sie lebt auch von der damals neuartigen Komplexität der Figuren – selbst der Herzog ist nicht nur ein oberflächlicher Macho, sondern erfährt durch Gilda, dass es da noch mehr im Leben gäbe. Rigoletto mit seiner Verachtung der Hofgesellschaft, an deren verantwortungslosem Benehmen er sich mitschuldig macht, ist ohnehin eine der faszinierendsten Gestalten der Operngeschichte.
Libretto von Francesco Maria Piave nach dem Schauspiel le roi s’amuse von Victor Hugo
in italienischer Sprache
mit deutschen Übertiteln
Musikalische Leitung _ Florian Ziemen
Inszenierung _ Shira Szabady
Bühne + Kostüme _ Sebastian Ellrich *
Chor _ Achim Falkenhausen / Stefano De Laurenzi
Duca di Mantova _ David Soto Zambrana
Rigoletto, sein Hofnarr _ Andrey Andreychik
Gilda, dessen Tochter _ Gabrielė Jocaitė
Sparafucile, Meuchelmörder _ Tobias Hieronimi / Diogenes Randes Farias
Maddalena, seine Schwester _ Neele Kramer
Giovanna, Gildas Gesellschafterin _ Neele Kramer
Graf Monterone _ Teaseop Kim / Diogenes Randes Farias
Marullo, Höfling _ Eddie Mofokeng
Borsa, Höfling _ Julian Rohde
Conte Ceprano, Höfling _ Chun Ding / Teaseop Kim
Contessa Ceprano _ Laura Romero Arias *
Usciere _ Daniel Chopov
* Gast
Mit _ Opernchor des tfn Extrachor des tfn tfn_philharmonie
Weitere Vorstellungen in Hildesheim folgen unter anderem am Mittwoch, 25. Februar, Sonntag, 22. März und Samstag, 11. April. Die Inszenierung wird auch in Emden, Wolfsburg, Minden, Gütersloh und Hameln gezeigt.


