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Premierenwochenende im Schauspielhaus Theater Magdeburg

21.+22.3.2025

Dieses Wochenende steht ganz im Zeichen zweier Premieren im Schauspielhaus am Theater Magdeburg: Um den Horror des Alltags geht es in dem mit dem Buchpreis der Leipziger Buchmesse 2024 ausgezeichneten Kurzgeschichtenband „Minihorror“ von Barbi Marković. In deutscher Erstaufführung kommen ausgewählte Geschichten am Theater Magdeburg auf die Bühne. Die Inszenierung von Alina Fluck feiert am Freitag, 21.3., 19.30 Uhr, in der Kammer 2 des Schauspielhauses Premiere.

Copyright: Gianmarco_Bresadola: Das Floß der Medusa

Die zum Mythos gewordene Schiffskatastrophe der Fregatte Méduse steht im Zentrum einer Uraufführung am Theater Magdeburg. Die Stückentwicklung „Das Floß der Medusa“ von Mirjam Loibl und Ensemble nach einer Idee von Bastian Lomsché feiert am Sonnabend, 22.3., 19.30 Uhr, Premiere auf der großen Bühne im Schauspielhaus.

 1. Horror des Alltags
„Minihorror“
von Barbi Marković
Deutsche Erstaufführung
Premiere: Fr., 21.3.25
19.30 Uhr, Schauspielhaus, K2
Ab 15 Jahren
Um den Horror des Alltags geht es in dem mit dem Buchpreis der Leipziger Buchmesse 2024 ausgezeichneten Kurzgeschichtenband „Minihorror“ von Barbi Marković. In deutscher Erstaufführung kommen ausgewählte Geschichten am Theater Magdeburg auf die Bühne. Die Inszenierung von Alina Fluck feiert am Freitag, 21.3., 19.30 Uhr, in der Kammer 2 des
Schauspielhauses Premiere.
Obwohl schlimme Sachen in der Welt passieren, fühlen sich Mini und Miki seit dem Kauf ihrer neuen Küchenplatte bei IKEA okay. Sie stehen auf, trinken Kaffee und arbeiten zuhause oder im Büro. Sie versuchen mit Partygästen gemeinsame Gesprächsthemen zu finden und als die, die nicht „von hier“ sind, dazuzugehören. Immer wieder werden sie von Gefahren heimgesucht: Miki gerät in eine toxische Beziehung mit einer Babykatze und Mini versucht, ihre familienfressende Cousine Jennifer mithilfe von Gesang zu vertreiben. Markovićs Geschichten handeln von Banalitäten des Paaralltages, Albträumen
migrantischer Lebenswirklichkeit und der Kunst, den Moment kurz vor der Katastrophe zu erkennen. Am Theater Magdeburg werden sie erstmals in Deutschland inszeniert. Das dänische Ausstattungs-Duo MOTHER versetzt das Geschehen in einen
„Minimarkt“, eine sterile, eher unheimelige Möbelausstellung mit Preisschildern, aber auch magischen Elementen. Regisseurin Alina Fluck, die in Magdeburg zuletzt „Die Zukünftige“ inszenierte, lässt die vier Spieler:innen abwechselnd in
die Rollen der beiden Protagonist:innen Miki und Mini schlüpfen und deren Alltagsgeschichten inklusive unheimlicher Kippmomente erleben.
Es spielen Anton Andreew, Laura Fouquet, Luise Hart und Niklas Hummel.

Minihorror
von Barbi Marković
Deutsche Erstaufführung
ab 15 Jahren
Regie Alina Fluck
Bühne, Kostüm MOTHER (Camilla Lønbirk und
Olivia Schrøder von Lü ttichau)
Musik Oskar Smollny
Dramaturgie Laura Guhl
Es spielen
Anton Andreew
Laura Fouquet
Luise Hart
Niklas Hummel
Premiere
Fr., 21.3.25, 19.30 Uhr, Schauspielhaus, K2
Folgetermine werden fortlaufend auf www.theater-magdeburg.de veröffentlicht.

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„Das Floß der Medusa“
von Mirjam Loibl und Ensemble
nach einer Idee von Bastian Lomsché
Uraufführung
Premiere: Sa., 22.3.25
19.30 Uhr, Schauspielhaus, K1
Die zum Mythos gewordene Schiffskatastrophe der Fregatte Méduse steht im Zentrum einer Uraufführung am Theater Magdeburg. Die Stückentwicklung „Das Floß der Medusa“ von Mirjam Loibl und Ensemble nach einer Idee von Bastian Lomsché feiert am Sonnabend, 22.3., 19.30 Uhr, Premiere auf der großen Bühne im Schauspielhaus. 1816. Napoleon ist besiegt, der Wiener Kongress ordnete Europa neu, bürgerliche und liberale Errungenschaften werden mit aller Macht zurückgedreht, der Kolonialismus steuert auf einen Höhepunkt zu. In den Wirrungen dieser Zeit nimmt die französische Fregatte Méduse Kurs auf Westafrika, da Frankreich nach dem Sturz Napoleons und der Wiederherstellung der Bourbonen- Monarchie die von den Briten besetzte Kolonie zurückerhalten hatte. Mit etwa 400 Menschen an Bord läuft sie auf eine Sandbank vor der Küste Mauretaniens
auf. An Bord befindet sich eine illustre Gesellschaft auf dem Weg in eine neue Welt. Befehligt wird das Schiff von unfähigen Günstlingen der Restauration.Seinen Zielhafen, Saint-Louis im Senegal, wird es nie erreichen. Es läuft auf Grund und sinkt. Weil zu wenige Rettungsboote zur Verfügung stehen, werdenknapp 150 Passagier:innen auf einem notdürftig zusammengezimmerten Floß ihrem Schicksal überlassen. Nach dreizehn von Gewalt, Hunger, Durst und Kannibalismus geprägten Tagen und Nächten überleben nur 15 Personen. Das Unglück der „Méduse“ geht als eine der verheerendsten und sinnbildlichsten Havarien in die Geschichte ein und ist Gegenstand zahlloser (künstlerischer) Auseinandersetzungen. Die Stückentwicklung von Regisseurin Mirjam Loibl und Ensemble nach einer Idee von Chefdramaturg Bastian Lomsché ist inspiriert vom Zeitzeugenbericht zweier Überlebender, der zum Politikum wurde, weil er die Vermeidbarkeit der
Katastrophe aufzeigte.
Thilo Ullrichs ambivalenter Bühnenraum mit beweglichen Bodenwellen
ermöglicht Assoziationen sowohl für einen Schutzraum als auch für ein
Eingesperrtsein der Schiffbrüchigen. Die Musik von Thomas Leboeg entsteht während des
Probenprozesses.

Das Floß der Medusa
von Mirjam Loibl und Ensemble
nach einer Idee von Bastian Lomsché
Uraufführung
ab 16 Jahren
Regie Mirjam Loibl
Bühne Thilo Ullrich
Kostüm Anna Maria Schories
Musik Thomas Leboeg
Dramaturgie Katrin Enders
Es spielen
Lorenz Krieger
Philipp Kronenberg
Oktay Önder
Michael Ruchter
Bettina Schneider
Isabel Will

Folgetermine werden fortlaufend auf www.theater-magdeburg.de veröffentlicht.

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