In seinen Texten verbindet er radikale Ehrlichkeit – die Offenlegung aller Geheimnisse, das Buchführen über jede Träne – mit einer zutiefst persönlichen Selbstreflexion: Was kann es bedeuten, in aussichtslosen Zeiten zu schreiben, zu fotografieren, zu dokumentieren? Was kann es bedeuten, sich selbst schonungslos zu veröffentlichen und damit zu verewigen?
Ruben Müllers Abschlussinszenierung widmet sich den Texten Guiberts, die ohne Happy Ends auskommen müssen. Sie deswegen zu vergessen, ist keine Option. Welche Rolle also können sie heute im Erinnern und Träumen für unser (queeres) Leben spielen? „Mitleidsprotokoll – every tear recorded“ stellt sich dem Paradox, dass unsere Vorstellungen von einer gerechteren, freieren Zukunft aus Erinnerungen von Schmerz, Stigmatisierung und Verlust erwachsen müssen.
Mit Julius Gruner, Elisabeth Nittka, Konstantin Schumann
- Regie Ruben Müller
- Bühnenbild und Video Chloe Kelly
- Kostüm Jacqueline Elaine Koch
- Dramaturgie Paulina Wawerla
- Kostümhospitanz Tabea Helena Tatge
- Regie-/ Dramaturgiehospitanz Emily Schuster-Woldan
- Bühnenbildhospitanz Käthe Hochwimmer
Fr 20.2. 19:30 - Anschl. Junge Nacht mit MK: Mitmachen
- Sa 21.2. 19:30


