Im Zentrum steht Tito Arnaudi: Journalist, Hochstapler, Performer seiner selbst. Er konsumiert nicht nur Kokain, sondern Möglichkeiten — Erfolg, Aufmerksamkeit, Beziehungen, Intensität. Zwischen einer dekadenten Gesellschaft, journalistischen Machtspielen und obsessiven Beziehungen zur selbstbestimmten Maud und der mondänen Kalantan verschwimmen Realität, Halluzination und moralische Grenzen zunehmend. Während Tito immer tiefer in Abhängigkeit und Lebensverneinung gerät, versuchen Maud und Kalantan auf unterschiedliche Weise, in dieser Welt zu bestehen: durch Anpassung, gesellschaftlichen Aufstieg oder radikale Selbstinszenierung. Auch Pietro und die Zeitungsdirektorin bewegen sich mit bitterem Humor durch eine Gesellschaft, die längst verlernt hat, zur Ruhe zu kommen. „Die ersten Dinge, die das Kokain vernichtet, sind der Wille und die Scham“, schreibt Pitigrilli.
Die Bühnenadaption erzählt von Ausbrüchen und den Konsequenzen von Grenzenlosigkeit, von Menschen, die zwischen Drogenrausch, emotionaler Leere und dem Wunsch taumeln, sich selbst und der Welt zu entkommen. Wann kippt Rausch in Abhängigkeit? Und wie viel braucht es davon, um in dieser Welt bestehen zu können?
Regieprojekt von Melina Dressler
- Mit Mira Fritzsche, Henning Grimpe, Alisha-Vivienne Hellmuth, Anna Luster, Noah van Moll
- Regie und Fassung Melina Dressler
- Bühne und Kostüm Hannah Grimme
- Dramaturgie Claudia Kaunzner
- Videodesign und Kamera Anouk Maier
- Darsteller*innen Video Ivan Vlatković, Antonina Gruse, Seyed Bardia Hashemizadeh, Aswin Joris Göx, Annika Neugart
- Figur Maud (Vorproben) Samira Isa Benhane
- Mentorat Elsa-Sophie Jach
Fr 3.7. 19:30
Sa 4.7. 19:30

