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Florian Zellers Familiendrama »Der Sohn« -- brechtbühne, Staatstheater Augsburg

Premiere Fr 3.7.26 19:30 Uhr | brechtbühne im Gaswerk

Florian Zellers Familiendrama rückt ein hochaktuelles, oft tabuisiertes Thema ins Zentrum: jugendliche Depressionen und ihre Folgen. Das Inszenierungsteam möchte ein Zeichen dafür setzen, den Kampf gegen Depressionen anzugehen – als eine der häufigsten Krankheiten überhaupt, gerade bei Jugendlichen: »Wir wollen raus aus der Tabuzone und rein ins Leben mit diesem Drama, das trotz seiner Tragik als ein Plädoyer für das Leben verstanden werden kann«, so Regisseur David Ortmann.

© Justus Saretz

Nach der Trennung der Eltern lebt der 17-jährige Nicolas bei seiner Mutter während sein Vater Pierre mit neuer Partnerin und Baby ein anderes Leben beginnt. Statt sich auf den Abschluss zu freuen, schwänzt Nicolas die Schule. Die Mutter ist ratlos. In der Hoffnung auf Besserung zieht Nicolas zu Pierre. Der nimmt sich Nicolas an und versucht mit allem, was ihm zur Verfügung steht, das Stieffamilien-Leben und seinen anspruchsvollen Job unter einen Hut zu bekommen. Die räumliche Nähe scheint zu wirken. Doch neue Konflikte entstehen. Nicolas verzweifelt zunehmend am Leben, Pierre entdeckt Narben auf dem Unterarm seines Sohnes. Man ahnt: Das ist mehr als jugendliche Rebellion. Nicolas braucht Hilfe. Können die Eltern das alleine leisten? Und wann ist es dafür zu spät?

David Ortmann inszeniert mit Florian Zellers »Der Sohn«, das mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet wurde, eine einfühlsame und tiefgründige Familiengeschichte über den Versuch, die psychische Krise eines Kindes zu bewältigen. Sie stellt Fragen, nach den Rollenerwartungen an Eltern und zeigt, wie uns Familie, deren Konflikt- und Kommunikationsweisen prägen.

  • Inszenierung David Ortmann
  • Bühne & Kostüme Justus Saretz
  • Licht Ron Heinrich
  • Dramaturgie Corinna Huber, Max Sauer
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  • Pierre Thomas Prazak
  • Anne Elif Esmen
  • Nicolas Jonathan Walz
  • Sofia Sofie Gross
  • Arzt Gerald Fiedler

Die Inszenierung von David Ortmann ist bis Ende Juli in insgesamt fünf Vorstellungen zu sehen und steht ab September erneut auf dem Spielplan.

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