Als ihr früherer Liebhaber Ejlert Løvborg und dessen Unterstützerin Thea Elvsted auftauchen, beginnt Hedda aus Eifersucht und innerer Getriebenheit, deren Beziehung und Løvborgs Zukunft zu sabotieren. Ein gefährliches Spiel für einen Moment der Freiheit und Macht – koste es, wen und was es wolle.
Der Norweger Henrik Ibsen schrieb, so formulierte er es selbst, »um Menschen zu schildern«, seine Figuren sind voller Ambivalenzen, Sehnsüchte und Abgründe. Mit Hedda Gabler hat er eine für seine Zeit ungewöhnliche Hauptfigur geschaffen, was nach der Uraufführung in München 1891 im Theaterskandal mündete. »Hedda Gabler« zeigt eine Antiheldin, die konsequent gegen Konventionen anrennt und damit die vermeintliche Ordnung ihrer Welt ins Wanken bringt. Ein fesselndes Stück über Freiheit und Selbstbehauptung, mit dem Mille Maria Dalsgaard ihre Beschäftigung mit dem Naturalismus fortsetzt, die 2025 mit »Fräulein Julie in Arbeit« begann. In ihrer Version besticht die Perspektive auf Heddas Innenwelt, die auch mit einem musikalischen Zugriff die Textvorlage um weitere Ebenen bereichert.
aus dem Norwegischen von Hinrich Schmidt-Henkel
Regie: Mille Maria Dalsgaard
Bühne und Kostüme: Antonia Krull
Musik: Brian Larsen
Video: Stefan Stanišić / Hannes Hesse
Dramaturgie: Anika Bárdos
Hedda Gabler: Theresa Gmachl
Jørgen Tesman, ihr Mann: Johann Born
Juliane Tesman, seine Tante: Jennifer Krannich
Thea Elvsted: Pia Dembinski
Eilert Løvborg: Harald Höbinger
Assessor Brack: Florian Ulrich Krannich
Berte, Dienstmädchen: Flavia Lovric-Caparin
Termine
Fr, 18.09.2026 | 19:30 Uhr | nt-Saal | Premiere
So, 20.09.2026 | 16:00 Uhr | nt-Saal
So, 04.10.2026 | 18:00 Uhr | nt-Saal
Sa, 10.10.2026 | 19:30 Uhr | nt-Saal
So, 11.10.2026 | 16:00 Uhr | nt-Saal


