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"Gramsci" von Cord Meijering trifft auf Puccinis "Suor Angelica", Uraufführung am Gerhart-Hauptmann-Theater in Görlitz

PREMIERE Haus Görlitz | Großer Saal Sa, 22.03.2025 | 19.30 Uhr

Cord Meijering und Giacomo Puccini stellen uns in ihren Opern Gramsci und Sour Angelica (Schwester Angelica) zwei Charaktere vor, die unterschiedlich auf Extremsituationen reagieren: Während Angelicas Handeln in Puccinis Einakter ganz auf ein transzendentes Dasein gerichtet ist, fällt in Meijerings Oper der Blick Antonio Gramscis nach seiner Verhaftung durch Faschisten auf das reale Leben, dessen Teil er nicht mehr sein darf.

Copyright: Nikolai Schmidt

Angelica zieht sich nach der Geburt ihres unehelichen Kindes in ein Kloster zurück. Als sie erfährt, dass ihr Sohn verstorben ist, sieht sie die einzige Möglichkeit, ihm nahe zu sein, in einem jenseitigen Leben. Im Gegensatz dazu entwickelt Gramsci in der erzwungenen Isolation Überlegungen zu einer neuen sozialen Gerechtigkeit, die das diesseitige Leben bis heute beeinflussen. So begann der Gründer und Vorsitzende der Kommunistischen Partei Italiens in der Haft mit der Niederschrift philosophischer, soziologischer und politischer Gedanken.

Die Oper Gramsci des niederländischen Komponisten Cord Meijering wird am Gerhart-Hauptmann-Theater Görlitz-Zittau als Uraufführung zu erleben sein. Der Schüler von Hans Werner Henze integriert in seine Komposition Quartette von sardinischen Tenören und schafft so die Verbindung von traditioneller italienischer Volksmusik und der sozialen Herkunft seiner Titelfigur. Ähnlich wie Meijering gelingt auch Puccini in Suor Angelica ein eindrucksvolles musikalisches Psychogramm einer von der Gesellschaft Ausgestoßenen, indem er deren Gefühlswelt zwischen Verzweiflung und Hoffnung musikalisch auszuloten versteht. ‎

GRAMSCI Libretto von Hans-Klaus Jungheinrich URAUFFÜHRUNG
SOUR ANGELICA Libretto von Giovacchino Forzano

Musikalische Leitung
Roman Brogli-Sacher /­ Ulrich Kern (30.04.2025)
Regie
Bernhard F. Loges
Ausstattung
Emine Güner
Dramaturgie
André Meyer, Martin Stefke
Video
Raphael Howein
Choreinstudierung
Albert Seidl
Musikalische Einstudierung
Olga Dribas, Jaehong Ryu
Bühnenmeister
Jens Pöschel
Regieassistenz
Dominik Arlt
Inspizienz
Piotr Ozimkowski
Soufflage
Dominika Richter

Solist*innen GRAMSCI‎‎
Antonio Gramsci
Buyan Li
Julia Schacht, Gramscis Ehefrau
Johanna Brault
Tatjana Schacht, deren Schwester
Lisa Orthuber
Die Mutter
Yvonne Reich
Mussolini/­Arzt/­Stalin
Hans-Peter Struppe
Gennaro/­Togliatti
Yalun Zhang
Zwei Zwischenrufer
Heiko Vogel, Jan Fackelmann
Das Kind
Elias Hadert/­Majvi Kalke
Cantu a tenore Tenore di Bitti "Mialinu Pira"
Arcangelo Pittudu (Oche und Mesu Oche)
Bachisio Pira (Oche und Mesu Oche)
Omar Bandinu (Bassu)
Marco Serra (Contra)
Vokalensemble
Cordula Archner, Adrienn Balázs, Karolin Böckelmann, Liga Jankovska, Mi-Seon Kim, Catie Leigh Laszewski, Julia Pietrusewicz, Soriane Renaud, Emma Rothmann, Désirée Ursu, Katja Woite, Kristin Hui-Ting Yu
Neue Lausitzer Philharmonie, Herren des Opernchores
Solist*innen SUOR ANGELICA‎

Solist*innen SUOR ANGELICA‎
Suor Angelica
Patricia Bänsch
La Zia Principessa
Michal Doron
La Badessa
Johanna Brault
La Suora Zelatrice
Yvonne Reich
La Maestra delle Novizie
Julia Pietrusewicz
Suor Genovieffa
İlkin Alpay Feng
Suor Osmina
Lisa Orthuber
Suor Dolcina
Emma Rothmann
La Suora Infermiera
Mi-Seon Kim
Le Cercatrici
Adrienn Balázs /­ Katja Woite
Le Novizie
Liga Jankovska
Le Converse
Liga Jankovska /­ Cordula Archner
Suor Enricchietta
Kristin Hui-Ting Yu
Altre Suore
Karolin Böckelmann, Catie Leigh Laszewski, Soriane Renaud, Désirée Ursu
Das Kind
Elias Hadert/­Majvi Kalke

Neue Lausitzer Philharmonie, Herren des Opernchores,
Mitglieder des Liberecer Kinderchors Severáček, Leitung Silvie Langrová,
Bühnenmusik

 Veranstaltungsort/Termine
Haus Görlitz | Großer Saal
Sa, 22.03.2025 | 19.30 Uhr PREMIERE
So, 30.03.2025 |15:00 Uhr
Fr, 04.04.2025 |19:30 Uhr
Mi, 30.04.2025 |19:30 Uhr
Sa, 17.05.2025 |19:30 Uhr

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