Beim Gründungstreffen der „Initiative Antisemitismuskritik & Theater“ am 28. und29. Juni 2026 in Augsburg stehen Vernetzungs- und Austauschformate für Theaterleute aus freien Gruppen, Stadt- & Staatstheatern und Verbänden im
Mittelpunkt. Themenbezogene Workshops, aber auch für ein breites Publikum interessante Aufführungen aktueller Inszenierungen, die sich mit jüdischer Geschichte und Gegenwart beschäftigen, runden das zweitägige Programm ab.
Stella Leder, Vorstand des Instituts für Neue Soziale Plastik: „Antisemitismus, ob tradiert oder in zeitgenössischem Gewand, macht auch vor der Theaterwelt nicht halt. Umso ermutigender ist es, dass wir mit unseren
Kooperationspartnern ein antisemitismuskritisches Netzwerk für die Darstellenden Künste gründen. Auf Bühnen wird immer auch ein Weltverständnis verhandelt, das prägend ist. Mit der Initiative Antisemitismuskritik & Theater wollen wir einen wirksamen Impuls gegen den Hass setzen.“
DATEN & FAKTEN
Gründungstreffen der „Initiative Antisemitismuskritik & Theater“
28.-29. Juni 2026 in Augsburg
Ein Projekt des Instituts für Neue Soziale Plastik mit dem Jungen Theater Augsburg,
dem Staatstheater Augsburg, den Landungsbrücken Frankfurt und dem
Theaterkollektiv KGI.
Programm
Sonntag, 28.06.2026
Staatstheater Augsburg, im Gaswerk Augsburg-Oberhausen
11:00-17:00 Uhr Workshop: „Gerücht und Gewalt. Einführungsworkshop in
Antisemitismus in Kunst und Kultur“ mit Kathrin Hain, Eva Marburg (Institut für Neue Soziale Plastik)
Der Workshop wird im Rahmen des Projektes „Kunst & Funktion“ vom Bayerischen Staatsministerium für Familie,
Arbeit und Soziales gefördert.
17:30-18:30 Uhr Eröffnung (Kühlergebäude im Bühnenbild „Für Euch“)
Grußworte: Stella Leder (Institut für Neue Soziale Plastik),
André Bücker (Staatstheater Augsburg), Susanne Reng
(Junges Theater Augsburg)
Videogrußwort: Dr. Felix Klein, Beauftragter der Bundesregierung für jüdisches Leben und den Kampf gegen Antisemitismus
Auszüge aus „Hey Jude“ von und mit Aviran Edri, Konstantin Frank, Lisa Ullrich.
19:30 Uhr Vorstellung: „Amsterdam" von Maya Arad Yasur (Staatstheater Augsburg, Brechtbühne)
Montag, 29.06.2026
JTA – Junges Theater Augsburg
10:00-10:30 Uhr Begrüßung: Institut für Neue Soziale Plastik, Junges TheaterAugsburg, Theaterkollektiv KGI und Staatstheater Augsburg führen ein in den Tag – Inhaltliche Arbeit als Vernetzungsarbeit
10:30-13:00 Uhr Fachlich moderierte Fokusgruppen geben die Möglichkeitzum kollegialen Austausch. Ausgehend von der Vorstellung konkreter Beispiele aus der Praxis werden Formen und Möglichkeiten antisemitismuskritischer Praxis im Theater deutlich.
Fokusguppe 1: Stückentwicklungen
„I love you, but I’ve chosen Antisemitismuskritik.“ – Arbeitsprozesse auf dem
langen Weg zu einer antisemitismuskritischen Praxis
Fachliche Moderation: Eva Marburg
Mit Inputs von: Susanne Reng (Junges Theater Augsburg) | Maria Vogt und Dominik Meder (Theaterkollektiv KGI) | Wojtek Klemm
Fokusgruppe 2: Bühne und Kostüm
„Welchen Juden hätten Sie denn gern?“ – Fragen zur Darstellung vonJüdinnen:Juden auf der Bühne
Fachliche Moderation: Christina Kettering
Mit Inputs von: Gregor Sturm und Noemi Baumblatt (Szenografie-Bund) |Matthias Nebel (Institut für Neue Soziale Plastik)
Fokusgruppe 3: Öffentlichkeitsarbeit
„Keep calm and carry on.“ – Zum Umgang mit Vorwürfen, Störungen,Shitstorms und anderen antisemitismusbezogenen Konflikten
Fachliche Moderation: Stella Leder
Mit Input von: Sabeth Braun (Staatstheater Augsburg)
13:00-14:00 Uhr Mittagessen
14:00-16:30 Uhr Le Walk IV – ortsspezifische Begehung der Umgebung
Leitung: Lisa Bühler (bluespots productions)
„Le Walk“ lädt zu einem gemeinsamen Rundgang durch denehemals jüdisch geprägten Augsburger Stadtteil Kriegshaber ein. Wir besuchen in der direkten Umgebung Orte mit sichtbaren und unsichtbaren historischen Spuren,
Gedenkorte, Kulturorte und eine Synagoge, die heute Teil des Jüdischen Museums Augsburg Schwaben ist. Wir
verbinden Gehen mit Erinnern und künstlerischer Praxis. Wir erkunden, wie theatrale und kulturelle Mittel Erinnern
sichtbar, erfahrbar und verhandelbar machen können.
14.00-16:30 Uhr Let’s do it V – Die Initiative Antisemitismuskritik & Theater
Arbeitsgespräch zur Entwicklung eines tragfähigen Netzwerks, moderiert von Stella Leder (Institut für Neue Soziale Plastik), mit: André Bücker (Staatstheater Augsburg), Susanne Reng (Junges Theater Augsburg), Barbara Mundel (Münchner Kammerspiele), Alexander Karschnia (andcompany&Co), Christina Schulz und Alexander Riemenschneider (Theater an der Parkaue, Junges Staatstheater Berlin), Paul Hess (Geschäftsführer BFDK, Bundesverband Freie Darstellende Künste), Anne Schuester (Vorstand Verband freie darstellende Künste Bayern), Noemi Baumblatt und Gregor Sturm (Szenografie-Bund), Steffen Klewar (Fonds Darstellende Künste), Wojtek Klemm (Regisseur), Natalie
Driemeyer (GRIPS Theater). Weitere Anfragen laufen!
17:30 Uhr Vorstellung: „Dualidarität" von Avishai Milstein (Institut für Neue Soziale Plastik)
18:30-19:30 Uhr Abendessen
20:00 Uhr Vorstellung: „Die Golgota Variationen“ in der St. Thomas Kirche (Theaterkollektiv KGI)
Weitere Informationen: https://neue-soziale-plastik.de/
Gemeinsam gegen Antisemitismus an Theatern - Gründungstreffen der „Initiative Antisemitismuskritik & Theater“ in Augsburg
am 28. und 29. Juni 2026, Staatstheater Augsburg (brechtbühne im Gaswerk) und Junges Theater Augsburg, Sommestraße 30, 86156 Augsburg
Staatstheater Augsburg, Junges Theater Augsburg, Landungsbrücken Frankfurt, Theaterkollektiv KGI und Institut für Neue Soziale Plastik bündeln ihre Kräfte im Einsatz gegen Antisemitismus in den Darstellenden Künsten.


