Im raffinierten Kammerspiel „Egal“ wird das Wohnzimmer von Simone und Erik zum Schauplatz eines hochkomischen und zugleich abgründigen Kampfes um eine radikal gleichberechtigte Ehe. Hier kann jedes Wort zur Explosion führen und jedes Telefonklingeln die Situation buchstäblich auf den Kopf stellen.
In der Adaption des Kriminalromans „Der Block“ reisen wir durch eine verhängnisvolle Nacht in Paris. Der „Patriotische Block“ steht vor der Machtübernahme in Frankreich und während Antoine sich darauf vorbereitet, als Staatsminister in der ersten rechtsextremen Regierung zu dienen, soll sein engster Vertrauter Stanko, lange Chef des paramilitärischen Ordnungsdienstes der Partei, noch in dieser Nacht aus dem Weg geräumt werden. „Der Block“ zeichnet die Lebenswege der beiden Männer nach und konfrontiert sie auf spannende Weise mit der Frage nach „dem Anderen“.
„Das Private ist politisch“ – frei nach dem bekannten Slogan der feministischen Bewegung der 60er und 70er Jahre kombiniert die Doppelpremiere EGAL und DER BLOCK zwei Stoffe, die uns heute wieder besonders vor Augen führen, dass über Jahrzehnte gewachsene Strukturen Bereiche des Privaten und des politischen gleichermaßen beeinflussen. Beide Inszenierungen von Regisseur David Czesienski laufen in unterschiedlich arrangierten Versatzstücken des gleichen Bühnenbilds von Antonia Bitter.
Doppelpremiere
EGAL
Schauspiel von Marius von Mayenburg
DER BLOCK (Uraufführung)
Schauspiel nach dem Roman von Jérôme Leroy
BESETZUNG „EGAL“
Simone: Susan Ihlenfeld
Erik: Leon Ullrich
BESETZUNG „DER BLOCK“
Antoine: Lennart Klappstein
Stanko: Kevin Knobloch
INSZENIERUNG David Czesienski
BÜHNEN- UND KOSTÜMBILD Antonia Bitter
DRAMATURGIE Oliver Lisewski
EINZELTERMINE „Egal“: So. 25.10., 16 Uhr; So. 15.11., 16 Uhr
„Der Block“: So. 18.10., 16 Uhr; Fr. 30.10., 19:30 Uhr, Mo. 16.11. , 10 Uhr


