Keine Reiterstandbilder werden hier zu sehen sein, keine Hymnen zu hören, keine monumentalen Artefakte ausgestellt und nicht die Heldentaten alter Könige erzählt. Mit Geschichten, Liedern, materiellen Zeugnissen und in engem Austausch mit Hinterbliebenen erweckt Ayşe Güvendiren eine Frau zum Leben, die vielen nur als Trauernde in Erinnerung ist und deren Leben für so viel mehr steht: für Menschlichkeit, für konkret gelebte Zeitgeschichte im Kontext bundesdeutscher Migrationsgeschichte und rechten Terrors und für die Widerständigkeit einer Frau, die sich im Alltäglichen und oft unsichtbar den großen, gewaltvollen Narrativen entgegengestellt hat. Was ist es wert, erinnert zu werden? Der Theaterabend spielt mit musealen Traditionen und versteht sich als Gegenentwurf.
Ayşe Güvendiren hat sich am NTM bereits mit den Arbeiten »Als wäre es gestern gewesen« und »DRUCK!« einem Mannheimer Publikum vorgestellt. Inspiriert ist ihr kommendes Rechercheprojekt vom Werk des Literaturnobelpreisträgers Orhan Pamuk und seinem Roman »Museum der Unschuld«.
In deutscher Sprache
Regie Ayşe Güvendiren
Video Muschirf Shekh Zeyn/Tizian Stromp Zargari
Bühne Marilena Büld/Tavga Guttstadt
Kostüm Oktavia Herbst
Musikalische Leitung und Sounddesign Torsten Knoll
Dramaturgie Franziska Betz
Mit Bruno Akkan, Maria Helena Bretschneider, Pablo Weller de la Torre
Weitere Termine
Sa, 07.03.2026, 20.00 Uhr
Mi, 25.03.2026, 20.00 Uhr

