Franz Moor versteht es trickreich, seinen Vater Maximilian gegen seinen Bruder Karl auszuspielen und aufzuhetzen. Ihre Lebenspläne könnten nicht unterschiedlicher sein: Auf der einen Seite Karl, dessen Ziele in einer ungerechten Welt zunächst nachvollziehbar scheinen, und auf der anderen Seite Franz, der getrieben ist von der Sehnsucht nach väterlicher sowie weiblicher Anerkennung.
Als Karl sich radikalisiert und Kopf einer Räuberbande wird gerät die alte Welt ins Wanken. Künftig soll alles anders und das Bisherige auf den Kopf gestellt werden, doch zu welchem Preis? Karl und seine Bande verlieren im Laufe der Zeit jegliches Maß, brandschatzen und vergewaltigen. Am Ende obsiegt pure Verachtung. War es das wert?
Derweil ist Amalia, verstrickt in die Familie Moor, ihrer Zeit weit voraus und hat ihre ganz eigene Perspektive auf die männliche Geschichtsschreibung.
Schillers Sturm-und-Drang-Klassiker ist knapp zweieinhalb Jahrhunderte nach seiner Uraufführung immer noch von bemerkenswerter Gegenwärtigkeit und wirft anhaltend dringliche Fragen nach Freiheit, Gerechtigkeit und Radikalisierung auf.
Autor und Kleist-Preisträger Thomas Melle (Die Welt im Rücken) ergänzt Schillers skandalöses Sturm-und-Drang-Drama 2026 mit komplexen Zeitfragen und befragt den Stoff neu.
Inszenierung Stefan Pucher
Bühne Nina Peller
Kostüme Annabelle Witt
Musik Christopher Uhe
Video & Live-Video Hannes Francke, Ute Schall
Licht Felix Dreyer
Dramaturgie Katja Prussas
Sa – 04. Jul 26, 19:30
Do – 09. Jul 26, 19:30
So – 12. Jul 26, 19:30
Do – 16. Jul 26, 19:30
Fr – 17. Jul 26, 11:00
Sa – 18. Jul 26, 19:30
Mo – 20. Jul 26, 11:00
So – 04. Okt 26, 19:30
Mo – 12. Okt 26, 19:30
So – 18. Okt 26, 18:00
Sa – 31. Okt 26, 19:30
Fr – 06. Nov 26, 19:30
Mo – 30. Nov 26, 18:00


