Der junge Ritter Walther von Stolzing liebt Eva, die nur den Sieger eines Meistersinger-Wettstreits heiraten darf. Da Walther die strengen Regeln nicht beherrscht, scheitert er zunächst. Doch der Schuster und Dichter Hans Sachs, humanistischer Dreh- und Lichtpunkt der reaktionären Stadtgesellschaft, erkennt Walthers Talent für die Kunst, und versucht, in die erstarrten Regeln der Gemeinschaft hinein den Konflikt zwischen Tradition und Neuerung zu lösen. Gegen alle Widerstände und Beckmessereien gewinnt Walther schließlich den Wettbewerb durch Sachs’ Hilfe, verzichtet jedoch auf den Titel und verlässt gemeinsam mit Eva das Feld.
In seiner dritten Inszenierung für die Deutsche Oper am Rhein arbeitet Regisseur Daniel Kramer in einer opulenten Inszenierung den Gleichnis-Charakter von Richard Wagners Oper als Bild einer Gesellschaft heraus, deren Ordnung nicht nur rückwärtsgewandt, sondern ideologisch aufgeladen und gefährlich ist: Regeln werden hier zur Waffe, Tradition zur Ausgrenzung, Gemeinschaft zur Abschottung.
Oper in drei Aufzügen
Libretto vom Komponisten
Musikalische Leitung Christoph Gedschold/Axel Kober
Inszenierung Daniel Kramer
Konzeptionelle Mitarbeit Stephan Müller
Bühne Elizabeth Clachan
Kostüme Heide Kastler
Licht Elana Siberski
Video Chris Kondek
Chorleitung Albert Horne
Dramaturgie Juliane Schunke
Hans Sachs Martin Gantner
Veit Pogner Hans-Peter König
Kunz Vogelgesang Andrés Sulbarán
Konrad Nachtigall Jake Muffett
Sixtus Beckmesser Christoph Pohl
Fritz Kothner Bogdan Baciu
Balthasar Zorn Tae-Hwan Yun
Ulrich Eißlinger Florian Simson
Augustin Moser Henry Ross
Hermann Ortel Rolf A. Scheider
Hans Schwarz Valentin Ruckebier
Hans Foltz Torben Jürgens
Walther von Stolzing Daniel Frank
David David Fischer
Eva Anke Krabbe
Magdalena Anna Harvey
Nachtwächter Beniamin Pop
Johannes Tim Alberti
das Mädchen Bella Alexandra Maria Goetz
Live-Video Operator Chantal Bergemann
Chor & Extra-Chor Chor der Deutschen Oper am Rhein
Orchester Düsseldorfer Symphoniker


