Ödipus beginnt zu ermitteln – allen Warnungen zum Trotz. Ickes «Ödipus» blickt hinter den Mythos und ist Familientragödie und Politthriller zugleich.
Wie schon in seiner Schnitzler-Aktualisierung «Die Ärztin» hat der britische Regisseur und Dramatiker Robert Icke einen Bühnenklassiker radikal in die Gegenwart übersetzt. Sein Stück legt jenen Horror frei, der das noch immer verstörend Faszinierende an Sophokles’ «Ödipus» ausmacht: dass Lebenskonstrukte und scheinbares Glück von einem Augenblick auf den nächsten zerbrechen können. Ickes Inszenierung, die im Wyndham’s Theatre am West End uraufgeführt wurde, wurde hoch gelobt und vielfach ausgezeichnet. Nun überträgt der Dramatiker und Regisseur seine Inszenierung ans Resi. Die Deutschsprachige Erstaufführung ist zugleich seine erste Arbeit an unserem Haus.
Für die Rolle der Merope kehrt nach vielen Jahren Rita Russek auf die Bühne des Residenztheaters zurück.
Aus dem Englischen von Christina Schlögl
Inszenierung Robert Icke
Bühne Hildegard Bechtler
Associate Director Lizzie Manwaring
Kostüme Wojciech Dziedzic
Sounddesign Tom Gibbons
Sounddesign Associate Erwin Sterk
Licht Natasha Chivers
Lichtdesign Associate Hector Murray
Video Tal Yarden
Videodesign Associate Taylor Edelle Stuart
Dramaturgie Lea Maria Unterseer
MIT Linda Blümchen (Antigone), Robert Dölle (Kreon), Michael Goldberg (Corin), Steffen Höld (Teiresias), Barbara Horvath (Iokaste), Florian von Manteuffel (Ödipus), Volodymyr Melnykov (eteokles), Rita Russek (Merope), Dominikus Weileder (Polyneikes), Daria Welsch (Lichas)

