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Deutsche Erstaufführung: "Il Viaggio, Dante", Oper von Pascal Dusapin, Niedersächsisches Staatstheater Hannover

Premiere Samstag, 10. Oktober 2026, 19:30 – 21:20 Uhr, Opernhaus

Ein Klassiker der Weltliteratur als zeitgenössisches Musiktheater: Pascal Dusapin hat sich von Dantes Werken Die göttliche Komödie und Das neue Leben zu einem „Operatorium“ inspirieren lassen und mit Il Viaggio, Dante ein Werk komponiert, das alles vereint, was Oper auch heute so faszinierend macht.

© Bettina Stöß


In sieben Bildern begleiten wir einen Menschen auf einem inneren „Roadmovie“ durch einen unbekannten Raum-Zeit-Kosmos, in dem Figuren seines Lebens in rätselhaften Erinnerungsfragmenten erscheinen. Eine weibliche Gestalt – Dantes Muse Beatrice – steht für Sehnsüchte; Höllen- und Fegefeuer-Erfahrungen spiegeln Albträume und Ängste, während im Paradies die tröstliche Entdeckung von Schönheit und Glück wartet. In einer transparenten Klanglandschaft, bereichert durch Instrumente wie Glasharmonika, Orgel und eine breite perkussive Palette, bringt Dusapin die von einer geheimnisvollen Schönheit geprägte Sprache Dantes in den Gesangsstimmen gleichsam zum Glühen. 

Die 2022 beim Festival d’Aix-en-Provence uraufgeführte Produktion kommt in der Inszenierung Claus Guths im Rahmen der Dusapin-Trilogie der Staatsoper Hannover nun zur Deutschen Erstaufführung. Nach dem Auftakt mit der Tragödie Penthesilea ist Il Viaggio, Dante ein Werk, das auch die Hoffnung auf Erlösung kennt: „Ich wollte diese metaphysische und spirituelle Dimension durch die Musik umarmen“, erläuterte Dusapin – und schuf eine zutiefst persönliche und zugleich universelle Reflexion über individuelle Verantwortung und die Suche nach Sinn in einer Welt im ständigen Wandel.

Libretto von Frédéric Boyer nach Dante Alighieri
Auftragswerk des Festival d’Aix-en-Provence und L’Opéra national de Paris in Koproduktion mit L’Opéra national de Paris, Staatsoper Hannover und Les Théâtres de la Ville de Luxembourg 
In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln ca. 1 Stunde 50 Minuten, keine Pause

  • Musikalische Leitung Roland Kluttig
  • Inszenierung und Choreografie Claus Guth
  • Choreografische Mitarbeit und Einstudierung Evie Poaros
  • Szenische Einstudierung Karine Girard / Felix Schrödinger
  • Bühne Etienne Pluss
  • Kostüme Gesine Völlm
  • Licht Fabrice Kebour
  • Video rocafilm
  • Sounddesign Thierry Coduys
  • Elektroakustische Einrichtung Matthias Spitzbarth
  • Chor Lorenzo Da Rio
  • Dramaturgie Yvonne Gebauer
  • Dramaturgische Betreuung der Übernahme Anne do Paço
  • Xchange Matthias Brandt

  • Dante Peter Schöne
  • Virgilio Norman D. Patzke
  • Der junge Dante Christel Loetzsch
  • Beatrice Ketevan Chuntishvili
  • Lucia Olga Jelínková
  • Stimme der Verdammten Carmen Fuggiss
  • Erzähler Christian Dieterle
  • Tänzer:innen Levente Bálint / James Nix / Mariella Núñez Karg / Dagmar Ottmann / Evie Poaros / Anastasia Stojko / Victor Villarreal / Nick Weaver
  • Chor der Staatsoper Hannover
  • Statisterie der Staatsoper Hannover
  • Niedersächsisches Staatsorchester Hannover

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