
Sakko und Oi begegnen sich durch Zufall. Beide haben Zeit – zu viel Zeit, die sie sich die beiden Außenseiter*innen mit dem Fantasieren und Träumen in andere Lebensrealitäten vertreiben. Mit Mercedes hat Thomas Brasch ein Stück geschaffen, das im Leerlauf kreist. Lena Brasch sprengt diese Versuchsanordnung mit einer weiteren rätselhaften Figur, die so gar nicht in den Rahmen passen will. Gemeinsam erschaffen sie eine eigene Mythologie. Denn wo sonst die Herrschenden die Mythen bestimmen, werden bei Thomas Brasch die am Rand stehenden zu Held*innen.
Neben Sakko und Oi gilt das zum Beispiel auch für die junge Lisa aus Braschs Film Domino. »Das neue geht nicht und das Alte auch nicht« – es ist der Ausruf einer Schauspielerin auf der Suche nach dem utopischen Potential von Kunst inmitten einer Welt, die nach festgefahrenen Regeln zu funktionieren scheint. Diese Suche war für Thomas Brasch ebenso prägend wie die Stadt Berlin, ein poetischer Ort, den seine Figuren bevölkern. Die Regisseurin Lena Brasch betrachtet durch einen musikalisch kraftvollen Zugang sein Werk. Sie schaut auf ihr Berlin und das ihres Onkels – von damals bis in die Gegenwart und darüber hinaus.
Regie
Lena Brasch
Bühne
Karl Dietrich, Joel Winter
Kostüme
Marilena Büld
Musik
Paul Eisenach, Wenzel Krah
Choreografie
Greta Baumann
Lichtdesign
Arndt Sellentin
Dramaturgie
Mira Gebhardt, Simon Meienreis
Mit
Jasna Fritzi Bauer
Klara Deutschmann
Edgar Eckert
Sa.
22.02
20:30
Studio Я
with English surtitles
Anschl. Publikumsgespräch im Studiofoyer
Fr.
28.02
20:30
Studio Я
with English surtitles
Sa.
01.03
20:30
Studio Я
with English surtitles
So.
02.03
19:00
Studio Я