Vor dem Hintergrund einer Sonnenfinsternis als Sinnbild gesellschaftlicher Umbrüche entfaltet AscheMOND die Vision einer Versöhnung des scheinbar Unvereinbaren. Als Antwort-Oper auf Shakespeares Sommernachtstraum und der Purcellschen Adaption The Fairy Queen emanzipiert sie die Tragödie in der Komödieundblickt auf den Schwebezustand zwischen Diesseits und Jenseits, Leben und Tod, Lieben und Verlieren. Alles funkelt und verglüht doch gleich wieder, Traurigkeit hinterlassend – und doch glimmt am Ende ein neuer Funken auf: Utopie.
In AscheMOND oszillieren verschiedene Zeit- und Ausdrucksebenen: Stille, Visualität und Klang treten zueinander in Beziehung. Dabei umkreisen die durch Oehring modern übermalten PurcellschenBarocksongsund seine eigene vielgestaltige Musik einander wie Planeten. Die gehörlose Schauspielerin und Tänzerin Kassandra Wedel verkörpert die Fairy Queen in einer durch den Komponisten choreografierten Gebärdenpoesie, die nicht nur ihre, sondern auch die Partien der Sänger*innen und des Chores prägt.
Für das Staatstheater Cottbus haben Helmut Oehring und sein künstlerisches Team eine reduzierte Fassung der Oper erarbeitet, die 2013 als Auftragswerk von Berliner Staatsoper, Staatskapelle und Akademie für Alte Musik als Berliner Fassung und 2017 in Wuppertal in der Urfassung aufgeführt wurde.
Helmut Oehring wurde 1961 in Ost-Berlin als Sohn gehörloser Eltern geboren und zählt seit Anfang der 1990er Jahre zu den herausragenden internationalen Komponist*innen unserer Zeit. Seine Muttersprache ist die Gebärdensprache der Gehörlosen, die bestimmten Ebenen seiner audiovisuellen Musik durch das ihr innewohnende räumliche Moment eines körpersprachlichen Ausdrucks verwandt ist.
Oper von Helmut Oehring unter Verwendung von Musiken Henry Purcells
auf ein Libretto von Stefanie Wördemann mit Texten von William Shakespeare, Adalbert Stifter, Heinrich Heine und Helmut Oehring
Soundproduktion: Torsten Ottersberg / GOGH s.m.p.
Cottbuser Fassung des Komponisten
Mit Kassandra Wedel, Sigrun Fischer, Anne Martha Schuitemaker, Luzia Tietze,
Georg Bochow, Dirk Kleinke, Heiko Walter, Helmut Oehring, Felix Kroll, Damen und
Herren des Opernchores, Statisterie. Es spielen das Philharmonische Orchester des
Staatstheater Cottbus und das Bach Consort Cottbus.
Musikalische Leitung
GMD Alexander Merzyn
Regie
Sebastian Baumgarten
Bühne
Thilo Reuther
Kostüm
Meentje Nielsen
Video
Philipp Haupt
Soundkonzeption und -produktion
Torsten Ottersberg/GOGH s.m.p.
Choreinstudierung
Christian Möbius
SignMimoChoreografie
Helmut Oehring
Dramaturgie
Leonora Mense
Alle Vorstellungstermine:
Freitag, 23. Januar 2026, 19.30 Uhr (Premiere)
Samstag, 24. Januar 2026, 19.30 Uhr
Sonntag, 25. Januar 2026, 16.00 Uhr
Donnerstag, 26. März 2026, 19.30 Uhr
Samstag, 28. März 2026, 19.30 Uhr
Sonntag, 29. März 2026, 19.00 Uhr


