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17. KunstFestSpiele Herrenhausen in Hannover

22.5. bis 7.6.2026

Zwischen barockem Garten und digitaler Welt erwartet das Publikum ein Programm voll neuer künstlerischer Formate und neuer Perspektiven auf Kunst und Gesellschaft. An den rund 100 Veranstaltungen und 23 Produktionen, darunter eine Uraufführung und fünf deutsche Erstaufführungen, Eigen- und Koproduktionen, sind rund 700 Künstler*innen unterschiedlicher Genres beteiligt.

© Moritz Peters

Die 17. KunstFestSpiele Herrenhausen rund um die prachtvollen Herrenhäuser Gärten werden am Fr 22.5. mit Philip Glass‘ legendärer Minimal-Music-Oper Einstein on the Beach in konzertanter Fassung mit Suzanne Vega im Neuen Rathaus von Hannover und einem eigens eingerichteten Beach Club am Maschteich eröffnet. Gleich am Auftaktwochenende folgen weitere Festivalhighlights: die Deutschlandpremiere des von Brigitta Muntendorf zusammen mit Christiane Jatahy und in Kooperation der KunstFestSpiele mit den Wiener Festwochen entwickelte futuristisch-apokalyptische Musiktheaterstück The Day Before, die legendäre Klanginstallation The Forty Part Motetder Pionierin immersiver Klangkunst Janet Cardiff in der barocken Galerie Herrenhausen (Sa 23./So 24.5.) und ein erlebnisreiches KinderKunstSpektakel (So 24./Mo 25.5.).

Die KunstFestSpiele Herrenhausen sind ein jährlich stattfindendes internationales Festival in Hannover. Das Programm mit Konzerten, Musiktheater, Hybrid Art, Performances und Tanz sowie Installationen internationaler Künstler*innen aus der bildenden Kunst lädt das Publikum in jedem Jahr zu einmaligen künstlerischen Erfahrungen ein. Die deutsch-österreichische Komponistin Brigitta Muntendorf tritt in diesem Jahr die Nachfolge des Dirigenten Ingo Metzmacher als Intendantin an.

Weitere Höhepunkte der KunstFestSpiele Herrenhausen 2026 sind die Deutschlandpremiere Music Music des Choreografen und Tänzers Trajal Harrell im Schauspielhaus, riesige Bassboxen und ein Morgenritual zum Sonnenaufgang mit dem brasilianischen Shooting Star Stefanie Egedy und ihrer Installation BODIES AND SUBWOOFERS (B.A.S.) inmitten der Herrenhäuser Gärten, das Wandelkonzert Stimmen der Stadt zu Hannovers Nacht der Museen mit acht hannoverschen Chören, Konzerte mit der NDR Radiophilharmonie und Sarah Maria Sun, die deutsche Erstaufführung von My Fierce Ignorant Step des griechischen Choreografen Christos Papadopoulos sowie Arbeiten des französisch-schweizerischen Videokünstlers Julian Charrière und des belgischen Theatermachers Benjamin Abel Meirhaeghe.

Viele neue lokale Kooperationen bereichern das Festivalprogramm 2026, darunter Veranstaltungen mit dem hannoverschen Treppenhausorchester, dem Fuchsbau Festival, der Nacht der Museen oder der VolkswagenStiftung. Die Uraufführung der A Club Opera des Treppenhausorchesters öffnet, wie das neue Clubformat Electric Art Monday in der Orangerie, u.a. mit DJ und Musikproduzentin Cio D’Or, neue Begegnungsräume für ein jüngeres Publikum. Im Festivalzentrum lädt das Künstler*innenkollektiv der freitagsküche in diesem Jahr erstmals verschiedene Initiativen, Kollektive, Communities und Projekte aus Hannover ein, die Gastgeber*innenschaft an bestimmten Tagen im Festival mitzuübernehmen.

Im Mittelpunkt der KinderKunstSpektakel-Tage für Familien, Kinder und alle Neugierigen stehen künstlerische Arbeiten, die sich auf spielerische Weise mit Digitalität und Technologie auseinandersetzen. Roboter, klingende Objekte, ein außergewöhnlicher Tennisplatz, eine Upcycling-Werkstatt für Elektroschrott und ein LKW, in dem die Gesetze der Schwerkraft ausgehebelt werden, lassen die Grenzen zwischen Kunst, Wissenschaft und Spiel verschwimmen. Ein energetischer Höhepunkt wird Simon Steen-Andersens Piano Concerto mit einem aus großer Höhe stürzenden Konzertflügel sein, das er zusammen mit der NDR Radiophilharmonie, der Pianistin Ning Yu und dem Dirigenten Vimbayi Kaziboni auf die Bühne bringt. Zu allen Veranstaltungen gilt ein Einstiegspreis von fünf Euro.

In der SpektakelAkademie begegnet das Publikum zusammen mit eingeladenen Gästen kritisch und aktiv  unserer medialisierten Gegenwart, im Sinne einer „Académie des représentations“ wie Gottfried Wilhelm Leibniz sie erträumte: mit „Vorführungen von Maschinen, Instrumenten und Automaten, begleitet von Vorträgen, Gauklern und Kunst“. In Vorträgen, Gesprächen, Maker-Spaces, Workshops, Führungen, Installationen und künstlerischen Präsentationen wird Wissen interdisziplinär und immersiv ausgetauscht. Dialoge zwischen Wissenschaft und Kunst finden in Zusammenarbeit mit der VolkswagenStiftung statt, eingeladen sind u.a. Julian Hetzel, Geert Lovink und Anna-Verena Nosthoff. In Kooperation mit den HANNAH ARENDT TAGEN und dem Niedersächsischen Landesmuseum Hannover erwarten die KunstFestSpiele zudem Aleida Assmann und Jörn Leonhard zu einem Gespräch im Rahmen der Produktion The Day Before. Im bereits neunten Jahr laden die KunstFestSpiele, ermöglicht von der Stiftung Niedersachsen, zum Festivalcampus Niedersachsen ein, zu dem mehr als 40 Studierende von fünf Universitäten und Hochschulen erwartet werden.

Ein großes Community-Picknick in Zusammenarbeit mit der Kulturstadt Hannover und der Event-App WAS GEHT erwartet das Publikum zum Abschluss des Festivals.

Die zentralen Spielorte der KunstFestSpiele – die Galerie, die Orangerie und das Arne Jacobsen Foyer – befinden sich in der prachtvollen Kulisse der Herrenhäuser Gärten. Die DHC-Halle befindet sich in unmittelbarer Nähe der Herrenhäuser Gärten.

Tickets 5–45 Euro (zzgl. Gebühren) im Ticketshop unter kunstfestspiele.de, im Schauspielhaus (nur Music Music) und an den bekannten HAZ/NP-Vorverkaufsstellen. Tickets der KunstFestSpiele berechtigen jeweils 2 Std. vor Veranstaltungsbeginn zum Eintritt in den Großen Garten.

Alle Informationen zu den 17. KunstFestSpielen finden Sie unter kunstfestspiele.de.

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