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"Macbeth" von Giuseppe Verdi - Oper Frankfurt

Premiere Sonntag, 01. Dezember 2024, Beginn 18.00 Uhr, Opernhaus

30.11.2024
Kategorien: Deutschland, News, Oper

Macbeth hat viel erreicht. Doch nach einer seltsamen Begegnung, in der ihm noch Größeres prophezeit wird, erwacht die Gier in ihm.

© Monika Rittershaus

Was Macbeth als Weissagungen versteht, ist Ausdruck seiner geheimen Begierden und Ängste. Angestachelt von seiner Frau, die nicht weniger ehrgeizig ist, begeht er einen Mord. Dieser zieht weitere Morde nach sich. Daraus entsteht ein grausames System der Unterdrückung. Doch den zum Tyrannen gewordenen Macbeth wie auch die Lady plagen zunehmend Gewissensbisse. Psychische Zerrüttung ist bei beiden die Folge – auf je unterschiedliche Weise. Schließlich lehnen sich die von ihnen Geknechteten auf und machen dem Unrechtsregime ein Ende.

Im häuslichen Rahmen rund um das kinderlos gebliebene, mörderische Paar werden Mechanismen gewaltsamer Herrschaft erkennbar, die sich im großen Maßstab wiederfinden lassen: Weltpolitik spiegelt sich im Privaten. Aus dieser Perspektive erscheint die Geschichte um einen mittelalterlichen schottischen Despoten erschreckend aktuell.

Giuseppe Verdi schuf, angeregt von seinem großen Vorbild William Shakespeare, 1847 eine in weiten Teilen experimentelle Partitur, die die Fesseln der bis dahin respektierten überkommenen Form sprengte. Anstatt den Stoff wie üblich für die Opernbühne zuzuschneiden, passte der Komponist die musikalische Form dem Drama an, dem er möglichst genau zu entsprechen versuchte. Daraus entstand ein packendes Stück Musiktheater von düsterer Färbung. 1865 überarbeitete Verdi das frühe Werk für eine Aufführung am Théâtre lyrique in Paris und gab ihm seine endgültige Form.

Text von Francesco Maria Piave und Andrea Maffei nach William Shakespeare
Uraufführung 1847, Teatro della Pergola, Florenz
In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln
Einführungen eine halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn im Holzfoyer und kurz nach der Premiere als Audio.

Musikalische Leitung
    Thomas Guggeis
Inszenierung
    R.B. Schlather
Bühnenbild
    Etienne Pluss
Kostüme
    Doey Lüthi
Choreografie
    Gal Fefferman
Video: Rocafilm
    Roland Horvath
Licht
    Olaf Winter
Chor
    Manuel Pujol
Dramaturgie
    Konrad Kuhn

Macbeth
    Nicholas Brownlee
Banquo
    Kihwan Sim
Lady Macbeth
    Tamara Wilson
Macduff
    Matteo Lippi
Malcolm
    Kudaibergen Abildin
Kammerfrau der Lady
    Karolina Bengtsson
Arzt
    Erik van Heyningen
Diener / Mörder / Herold
    Pilgoo Kang
König Duncan / 1. Erscheinung
    Aslan Diasamidze
Fleance / 3. Erscheinung
    Juval Langheim-Halaf / Anton Römer / Daniel Romaniv
Tänzer*innen
    Emma Ibáñez / Federica Faini / Moe Gotoda / Madeline Ferricks-Rosevear

Chor der Oper Frankfurt
Frankfurter Opern- und Museumsorchester

Weitere Vorstellungen: 5., 7., 18., 22. (15.30 Uhr), 29. (15.30 Uhr) Dezember 2024,
1. (18 Uhr), 4., 12. (15.30 Uhr), 17. Januar, 1. Februar 2025
Falls nicht anders angegeben, beginnen diese Vorstellungen um 19 Uhr.

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Herausgeber des Beitrags: theaterkompass.de

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