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»La Cenerentola« (Das Aschenputtel) von Gioachino Rossini - Staatstheater Augsburg

Premiere Sa 30.11.24 19.30 Uhr | martini-Park

28.11.2024
Kategorien: Deutschland, News, Oper

»La Cenerentola« lässt nicht nur Rossinis komisches Gesellschaftsporträt lebendig werden, sondern dabei auch gleich die Geschichte des Aufführungsortes: Die Textilverarbeitung im Augsburger martini-Park sowie die Erlebnisse einer der zahlreichen Gastarbeiterinnen und Gastarbeitern, die diesem Industriezweig zum Erfolg verhalfen.

© Staatstheater Augsburg

Regisseur Manuel Schmitt widmet sich damit erneut einer Oper von Gioachino Rossini, eines Komponisten, der ihn besonders fasziniert. »La Cenerentola« ist laut Schmitt sehr stark von seiner Entstehungszeit geprägt, und lässt die Ideen der Französischen Revolution, die Philosophie Immanuel Kants und das Erstarken des aufstrebenden Bürgertums spüren.

 Die Hauptfigur Angelina ist im Libretto von Jacopo Ferretti ein armes »Arbeitermädchen«, das aufsteigt und zu Ansehen und Reichtum gelangt. Angelina wird von ihrem Vater sowie ihren Stiefschwestern wie ein Dienstmädchen behandelt und malträtiert.Als der Prinz eine Braut sucht, stiehlt sie sich heimlich auf den Ball. Rossini erweckt seine Version des Aschenputtel-Märchens mit einer Mischung aus gefühlvoller und spritziger Musik zum Leben.

In der neuen Inszenierung am Staatstheater Augsburg ist diese Figur eine italienische Gastarbeiterin, die den »Stoff ihrer Träume« webt – an einem Original-Webstuhl, der dafür temporär auf die Bühne des Staatstheaters im martini-Park versetzt wird. So wird zugleich der Faszination Rechnung getragen, die Rossini für die aufblühende Industrialisierung Europas seiner Zeit empfand.

 Auch die Volksweisheit »Kleider machen Leute« kommt im Laufe der Geschichte zum Tragen, indem nicht nur Angelina, sondern auch die anderen Figuren der Oper mit dem Schein und Sein ihrer Kostümierung hadern. Eine wichtige Rolle spielt dabei ein in gelb-weißem Blumenmuster gestalteter Stoff, der eigens vom Staatlichen Textil- und Industriemuseum Augsburg für diesen Anlass gewebt wurde.

 Um eine authentische Umsetzung zu gewährleisten, wurden im Vorfeld der Inszenierung Interviews mit ehemaligen Gastarbeiterinnen und Gastarbeitern geführt, die in den Augsburger Textilfabriken arbeiteten.

Libretto von Jacopo Ferretti
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

    Musikalische Leitung Ivan Demidov
    Inszenierung Manuel Schmitt
    Bühne Bernhard Siegl
    Kostüme Dinah Ehm
    Licht Marco Vitale
    Dramaturgie Sophie Walz
    Einstudierung der Chöre Katsiaryna Ihnatsyeva-Cadek
   
    Angelina Ekaterina Aleksandrova
    Ramiro Manuel Amati / Claudio Zazzaro
    Dandini Nicola Ziccardi / Wiard Witholt
    Magnifico Shin Yeo
    Clorinda Olena Sloia
    Tisbe Luise von Garnier / Natalya Boeva
    Alidoro Avtandil Kaspeli
    Herrenchor des Staatstheater Augsburg, Herren des Extrachores des Staatstheater Augsburg
    
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