Regisseur David Bösch verbindet Musiktheater mit Film und Animation: Live-Spiel, Projektionen und gezeichnete Bilder schlagen das Tagebuch auf und lassen Seite für Seite durch Annes Welt gehen. Realität und Erinnerung überblenden sich, Innenräume werden zu Seelenräumen. So entsteht ein visuell opulentes, bewegendes Theatererlebnis. Zwischen bedrängender Enge und dem Traum von Freiheit erzählt das Werk zugleich eine Coming-of-Age-Geschichte: von erster Liebe, Selbstbehauptung und dem unbeirrbaren Wunsch, als junger Mensch gehört zu werden.
Die britische Sopranistin Olivia Warburton, die die Rolle der Anne Frank bereits in der Uraufführung an der Hamburgischen Staatsoper gesungen hat, ist auch in Wien in der Titelrolle zu erleben und gibt mit dieser Produktion ihr Staatsoperndebüt.
Für Olivia Warburton ist Das Tagebuch der Anne Frank eine Coming-of-Age-Geschichte: »Wir erleben, wie sie sich nicht nur von einem Mädchen zu einer jungen Frau entwickelt, sondern auch als Schriftstellerin.« Warburton hat sich sehr eindringlich mit der Figur der Anne Frank beschäftigt: »Natürlich kennen wir alle das tragische Ende dieser Geschichte. Aber wir sprechen oft weniger darüber, wer Anne war, bevor sie ins Versteck gegangen ist. Genau diese Anne wollte ich in die Produktion einbringen: ihre Positivität, ihre Hoffnung, ihr Leuchten. Sie war frech, lebendig, neugierig, ein ganz normales zwölf- oder dreizehnjähriges Mädchen. Das Publikum soll miterleben können, wie sie unter unvorstellbaren Bedingungen erwachsen werden musste.«
Unter der musikalischen Leitung von Jera Petriček spielt das Bühnenorchester der Wiener Staatsoper.
Reprisen: 18., 19.*, 21.*, 22.*, 23*. Oktober 2026
*Schulvorstellungen


