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AMADEUS von Peter Shaffer im Staatsschauspiel Dresden

Premiere ist Montag, der 26. Oktober 2026, 19.30 Uhr im Schauspielhaus.

Schauplatz der Geschichte ist die höfische Gesellschaft im Wien des ausgehenden 18. Jahrhunderts. Der kaiserliche Hofkapellmeister Antonio Salieri gilt als unangefochtene Autorität musikalischer Vollendung. In diese feste Ordnung schlägt wie ein Komet das Ausnahmetalent Wolfgang Amadeus Mozart ein und sprengt nicht nur die Grenzen musikalischer Maßstäbe, sondern auch soziale Normen.

© Sebastian Hoppe

Was Salieri in Mozarts Musik erkennt, erschüttert ihn zutiefst. Zwischen den beiden Komponisten entsteht ein Verhältnis voller Bewunderung, Nähe und Rivalität. Je deutlicher Salieri die Größe des anderen wahrnimmt, desto schmerzhafter wird die Erkenntnis der eigenen Begrenztheit. Sein Glaube an eine gerechte göttliche Ordnung gerät ins Wanken. Denn die Begegnung mit dem Genie löst nicht nur Bewunderung aus, sondern legt auch die eigenen Sehnsüchte, Kränkungen und Grenzen schonungslos offen. Die Legende um Mozarts Tod bildet dabei weniger den Kern als den Ausgangspunkt einer existenziellen Auseinandersetzung mit Kunst, Anerkennung und der Frage, warum die Begegnung mit außergewöhnlicher Begabung so oft Bewunderung, Kränkung und Selbstzweifel hervorruft.

Angelegt als existenzielles Künstlerporträt und opulentes Zeitpanorama lotet die Inszenierung nicht nur die Beziehung zwischen Wolfgang Amadeus Mozart und Antonio Salieri aus, sondern richtet den Blick zugleich auf das Wien seiner Zeit: auf eine Gesellschaft zwischen Bewunderung, Zensur und Konvention, die sich von Mozarts Kunst begeistern, provozieren und herausfordern lässt. Gemeinsam erschaffen 11 Schauspieler*innen und drei Musikerinnen eine Welt, die spürbar macht, was Kunst in uns auszulösen vermag – als eine Einladung zum Innehalten, Sich-Bewegen-Lassen und gemeinsamen Erleben.

n der Übersetzung von Nina Adler

Mit: Nahuel Häfliger, Jonas Holupirek, Sven Hönig, Holger Hübner, Raiko Küster, Hans-Werner Leupelt, Hanni Lorenz, Anna-Katharina Muck, Friederike Ott, Lukas Vogelsang, Simon Werdelis sowie Maren Kessler (Gesang, Cello, Autoharp), Mylène Kroon / Lucia Llamas (Gesang und Electronics), Almut Lustig / Anke Storch (Schlagwerk und Klavier)

 Regie: Daniela Löffner| Bühne: Claudia Kalinski| Kostüme: Claudia Kalinski, Daniela Selig|Musik: Matthias Erhard| Dramaturgie: Kerstin Behrens

 Weitere Termine: Samstag, 07.11., 19.30 Uhr| Sonntag, 22.11., 16.00 Uhr im Schauspielhaus

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