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ACHTSAM MORDEN nach dem Roman von Karsten Dusse - WOLFGANG BORCHERT THEATER am Hafen Münster

Premiere | Donnerstag, 19. Dezember 2024 | 20 Uhr

18.12.2024

Der gestresste Anwalt Björn Diemel ist ein Workaholic. Auf Anraten seiner Frau Katharina belegt er einen Achtsamkeitskurs – nicht nur, um seiner Tochter Emily zuliebe mehr Balance zu finden, sondern auch um Work & Life wieder in Balance zu bekommen. Doch die Herausforderung kommt schneller als gedacht: Sein gefährlichster Mandant, der Mafiaboss Dragan bringt Björns neu gewonnene innere Ruhe ins Wanken.

© Laura Ritter

Die drei Schauspieler spielen in der Bühnenfassung von Verleger Bernd Schmidt diverse Rollen. Unterstützt wird dieser rasante Rollenwechsel durch ein außergewöhnliches Bühnenbild von Annette Wolf: Ein Peugeot Cabrio steht im Zentrum und wird von Bühnen- und Kostümbildnerin Annette Wolf geschickt in die Szenen eingebunden.

Der Bestsellerroman Achtsam morden greift die Frage auf, wie weit Achtsamkeit einen Menschen führen kann. Regisseurin Tanja Weidner zieht Parallelen zwischen Achtsamkeit und Theater: „Achtsamkeit funktioniert durch eine gewisse Ruhe im Tun und durch das im Moment sein. Letztendlich betrifft das Thema Achtsamkeit das Theaterschaffen aber ganz im Allgemeinen. Denn wenn wir irgendwo im Moment sind, dann sind wirs auf der Bühne. Es gibt gar keine andere Chance, als achtsam Theater zu machen. Vor allem beim Erzähltheater. In ACHTSAM MORDEN sind es drei Schauspieler, die viele Rollen spielen. Der Wechsel und die rasanten Verwandlungen – das ist Achtsamkeit pur.“

Der innere Konflikt des Anwalts Björn Diemel zeigt, wie schwierig es ist, im Alltag moralisch integer zu bleiben. Tanja Weidner erläutert: „Der Anwalt, der beginnt, achtsam zu morden, ist eigentlich ein ganz netter Kerl. Er möchte Gutes in die Welt bringen und Zeit mit seiner Familie verbringen. Doch die Gesellschaft zwingt ihn, das Recht zu beugen, um seine Verbrechermandanten durchzuboxen – ein Spagat, der ihn in einen inneren Zwiespalt stürzt. Vor der Brecht’schen Folie bedeutet das: Wir wären alle gerne gut und moralisch integer, aber die Umstände lassen es oft nicht zu. Achtsamkeit wird so zur Antwort auf den Druck, dem wir in einer komplexen Welt ausgesetzt sind.

Bearbeitung von Bernd Schmidt

Inszenierung Tanja Weidner
Bühne_Kostüme Annette Wolf
Light-Design Hermenegild Fietz
Dramaturgie Katinka Kratzert, Laura Ritter

Besetzung Florian Bender | Gregor Eckert | Ivana Langmajer

Weitere Termine | Fr+Sa 20.+21.12. [ausverkauft] | So 22.12. [ausverkauft] [17 Uhr Einführung] | Di-Sa 07.-11.01. [ausverkauft] | Do-Sa 13.-15.02. | 20 Uhr | So 16.02. | 18 Uhr

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Herausgeber des Beitrags: theaterkompass.de

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